Frank Brendle 10.08.2013 / Debatte

Mehr als Maskerade

Deutschland führt Krieg, und die wichtigste Aufgabe der Friedensbewegung ist es, gegen diesen Krieg anzutreten. Da lautet die Frage nicht, wie weit sie gehen »darf«, sondern wie weit sie gehen muss.
Antikriegsaktivisten müssen darauf achten, keine Menschen zu gefährden. Diese Messlatte gilt für Straßenblockaden, Fahrradtouren für den Frieden wie auch für die Sabotage von Kriegsgerät. Nach allem, was bekannt ist, wurde dieses Kriterium bei sämtlichen Aktionen der letzten Jahre, ob offenen oder klandestin-verdeckten, beachtet. Dass (nicht nur) Teile der Friedensbewegung Schwierigkeiten mit besonders provokanten Aktionsformen haben, liegt im Wesen solcher Aktionen. Aber wieso sollte die Friedensbewegung darüber streiten, ob es illegitim sei, Waffen zu zerstören? Waffen, mit denen, wenn sie »intakt« bleiben, Kriege geführt und Menschen getötet werden? Etliche Friedensgruppen tragen das Symbol des zerbrochenen, also zerstörten, Gewehrs. Soll das pure Maskerade sein? Verdient das Symbol nicht, ernst genommen zu werden?

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