Jürgen Reents 09.10.2013 / Inland

Hafenblockade gegen Raketen

Vor 30 Jahren fand die Friedensbewegung zu einem konfliktreichen, aber breiten Bündnis

In Bremerhaven kulminierte im Jahr 1983 der Protest der Friedensbewegung gegen die Stationierung von Mittelstreckenraketen in einer Hafenblockade. Organisierungsgrad, aber auch die Konkurrenzbeziehung der Akteure sind lehrreicher Gegenstand eines aktuellen Sachbuches.

In den frühen 1980er Jahren protestierten Millionen Menschen gegen die Stationierung von atomaren Raketen und Marschflugkörpern in der Bundesrepublik. Zu den vielfältigen Aktionen, die bis heute ihren Platz in der Geschichtsschreibung der westdeutschen Friedensbewegung haben, gehören die drei großen Demonstrationen mit jeweils bis zu einer halben Million Teilnehmer(inne)n 1981, 1982 und 1983 in Bonn; Sitzblockaden von tausenden Raketengegnern vor geplanten Stationierungsorten wie die in Mutlangen im September 1983, in deren Verlauf rund 3000 Demonstranten festgenommen wurden; und die mehrere hunderttausend Köpfe zählende Menschenkette auf der einhundert Kilometer langen Strecke von Ulm nach Stuttgart. In eher blasser Erinnerung blieb eine Großaktion im Norden: die fast dreitägige Hafenblockade Mitte Oktober 1983 in Bremerhaven. Der Kulturwissenschaftler Burkhard Hergesell hat diese Aktion anlässlich ihres 30. Jahrestages in einem Buch nachgezeichnet.

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