Haidy Damm 16.10.2013 / Ausland

Ungerechte Verteilung schafft Hunger

Welthungerhilfe appelliert an Industriestaaten

842 Millionen Menschen weltweit hungern. Dieser Skandal sei eine Folge schlechter Verteilung, erklärte Bärbel Dieckmann von der Welthungerhilfe bei der Vorstellung des Welthungerindex 2013.

Die Welthungerhilfe und das Washingtoner Food Policy Research Institute (IFPRI) haben am Montag in Berlin den Welthungerindex 2013 vorgestellt. Demnach ist die Zahl der Hungernden in den vergangenen 30 Jahren zwar zurückgegangen. Dennoch ist jeder achte Mensch weiterhin nicht ausreichend ernährt. »Das ist ein Skandal, denn es gibt weltweit ausreichend Lebensmittel. Aber es gelingt uns nicht, diese gut genug zu verteilten«, kritisierte die Präsidentin der Welthungerhilfe, Bärbel Dieckmann. Sie macht dafür auch die Politik der Industriestaaten verantwortlich: Die Förderung der Agrarindustrie, niedrige Importzölle und mangelnde Versuche, den Klimawandel einzudämmen, verschlimmerten die Situation in den armen Ländern. Mit Blick auf die europäische Flüchtlingspolitik betonte Dieckmann, dass weltweit derzeit rund 20 Millionen Menschen vor Kriegen auf der Flucht seien. Hinzu kämen 100 Millionen Menschen, die vor Hunger durch Umwelteinflüsse flüchteten. Dagegen sei die Zahl der 37 000 Flüchtlinge, die nach Europa kämen, sehr klein.

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