Riskanter Protest in Pink

Friedensaktivistin Medea Benjamin über den Drohnenkrieg der USA

Medea Benjamin ist Gründerin der Friedensorganisation Code Pink in den USA und Autorin des Buches »Drone Warfare« (Drohnenkriegsführung). Mit ihr sprach für »neues deutschland« Johanna Treblin.

Sie tragen ein pinkes T-Shirt, selbst Ihr Koffer und der Einband Ihres Schreibblocks sind pink. Warum gerade diese Farbe?
Nach dem 11. September 2001 hatte sich Präsident George W. Bush ein farbcodiertes Alarmsystem ausgedacht. Ich habe nie verstanden, wozu das gut sein sollte. Es wurde zum Beispiel nie erklärt, was wir hätten tun sollen, wenn Alarmstufe rot ausgerufen worden wäre. Es diente eigentlich nur dazu, die US-amerikanische Öffentlichkeit in einen permanenten Angstzustand zu versetzen und so gewalttätige Einsätze wie die militärische Intervention in Irak zu legitimieren. Deswegen haben ein paar Frauen mit Code Pink eine weitere Alarmstufe dazu erfunden, um darauf hinzuweisen, dass es auch gewaltfreie Wege gibt, auf den 11. September zu reagieren. Es ging auch darum, das Alarmsystem ins Lächerliche zu ziehen.

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