Caroline M. Buck 27.03.2014 / Kino und Film

In Hartz-Höllenhausen

Im Kino: André Schäfer verfilmt Moritz von Uslars »Deutschboden«

Wie ein Ethnologe zu den sogenannten Wilden, so machte sich der Journalist Moritz von Uslar vor fünf Jahren auf zu einer (Selbst-)Entdeckungstour in eine brandenburgische Kleinstadt, um über den Alltag in einer Gegend zu schreiben, die viel Bevölkerung an andere Bundesländer verlor, ohne neue Einwohner zu gewinnen. Ein Westler unter Ostlern, ein Stadtmensch unter Kleinstädtern, ein Gutverdiener unter Hartz IV-Empfängern, ein Snob (mit allerdings bemüht schnoddriger Schreibe) unter Baseballkappenträgern. Einer mit so viel Gegenwart und Zukunft, dass er es sich leisten kann, seine Zeit am Tresen trister Kleinstadt-Kneipen in dem Versuch zu vertun, sich in einen Ort einzufühlen, der ihm strukturell fremd ist, unter lauter Männern ohne Perspektive.

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