Leo Fischer 05.04.2014 / Kolumnen
Das kann weg!

Weiwei-Kunst

In autoritären Regimen, so heißt es, ist die Kunst automatisch besser, weil der Künstler seine Botschaft doppelt und dreifach verschlüsseln und daher tief in die formale Trickkiste greifen muss. Sollte das stimmen, ist China einer der liberalsten Staaten der Erde, denn die Kunst, die seine Dissidenten in maßloser Produktivität und geradezu blödsinnigem Eifer um den Globus schicken, ist derart flach, betulich, wichtigkeitsheischend, weinerlich, gedankenarm und von einer handwerklichen Armseligkeit, die man sich von europäischen Künstlern niemals bieten ließe. Besonders die Werke aus den Kunstfabriken von Ai Weiwei, Lieblingsrebell der Deutschen nach Snowden und Sarrazin, finden ihre Rechtfertigung allein in der Behauptung, dass es dem Mann da drüben ja sehr schlecht gehe, schlechter fast als dem ärmsten Reisbäuerlein.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: