Andreas Hummel 06.04.2014 / Inland

Thüringen: Ökolandbau in der Krise

Zehn-Prozent-Ziel rückt in weite Ferne / Anteil der ökologisch bewirtschafteten Äcker und Wiesen nimmt im Freistaat ab

Kaltensundheim. Aribert Bach gehört zu den Vorreitern des Ökolandbaus in Thüringen. Schon lange bevor selbst Discounter Biowaren ins Regal stellten, arbeitete sein Betrieb in der Rhön nach Ökokriterien: seit 1991. Und seine Agrarhöfe bewirtschaften immerhin gut 2800 Hektar mit rund 1000 Milch- und Mutterkühen plus Nachzucht sowie mehr als 1000 Mutterschafen. Rund sechs Millionen Kilogramm Biomilch hat er pro Jahr abgeliefert. Doch nach 22 Jahren hat Bach im Herbst aufgegeben und wirtschaftet wieder konventionell. Inzwischen ist unverkennbar: Der Ökolandbau in Thüringen steckt in einer Krise.

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