Michael Brie und Dieter Klein 05.05.2014 / Inland

Die Linken und »das stärkste Fernrohr«

Die alte Tante SPD und ihre grüne Nichte: Wozu bräuchte es Rot-Rot-Grün? Eine Antwort auf Horst Kahrs

Die Linkspartei kann nicht wegen Einzelforderungen in eine Bundesregierung eintreten, sondern es muss ihr ums Ganze gehen: um Einstiege in einen Richtungswechsel der Politik.

Mit Recht konstatiert Horst Kahrs in »neues deutschland« (7. April): »Rot-Rot-Grün war bislang kein Anliegen aus der deutschen Gesellschaft, sondern eine Spielmarke des politischen-medialen Betriebs«. Detailliert stellt er die Veränderungen der Klassen- und Sozialstrukturen da, die zu einer Veränderung der horizontalen wie vertikalen Arbeitsteilung geführt haben. Er greift dabei vor allem auf Forschungen zurück, die unter Leitung von Michael Vester, Emeritus der Universität Hannover, durchgeführt wurden. Er konstatiert ein wachsendes Auseinanderdriften der oberen Mitte und derer mit prekären und instabilen Einkommen, den anstrengender gewordenen Kampf, sich in der Mitte zu halten, und die strukturelle Benachteiligung der Beschäftigten in den Humandienstleistungen gegenüber Industrie und Export. Seine abschließende Frage ist, welche »gemeinsamen Anliegen« dieser so verschiedenen Gruppen formuliert werden könnten.

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