Reiner Oschmann 21.05.2014 / Kultur

Mensch und Erde haben Fieber

Ex-Vizepräsident Al Gore rechnet mit versagender US-Demokratie und dem langmütigen Tanz der Welt am Abgrund ab

Gore the Bore, Gore der Langweiler, war einmal. Aus Bill Clintons Vizepräsident (1993-2001) und dem Präsidentschaftskandidaten, der 2000 bundesweit zwar eine halbe Million Stimmen mehr gewinnen, doch die Wahlmännerzahl für George W. Bush nicht toppen konnte, aus dem Mann, der im Wahlkampf ungelenk vom Teleprompter ablas, eine zähe Neigung zu professoraler Pose besaß und seine Zuhörer oft mit Blizzards aus Zahlen, Fakten und Belehrungen überzog, aus diesem Politiker ist ein engagierter Anwalt der geschundenen Erde, ein Nachdenker über Auswege aus den globalen Krisen und ein Kritiker der in diesen Krisen »kläglich« versagenden Demokratie wie des Kapitalismus in den USA geworden. Mit seinem neuen Buch »Die Zukunft« festigt der Friedensnobel- und Oscar-Preisträger (beides 2007) aus Tennessee diesen Ruf, auch wenn seine Gewissheit, allein eine erneuerte USA könnten alles zum Besseren wenden, wie ein Bruch der Ernsthaftigkeit wirkt, die das Buch sonst auszeichnet.

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