Marc Meillassoux 02.07.2014 / Berlin / Brandenburg

An Versprechungen glaubt längst keiner mehr

Fünf Tage in der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule. Ein exklusives Protokoll

Den Alltag in der Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg, wo Flüchtlinge und Unterstützer zusammen ausharren, hat unser Autor, ein französischer Journalist, fünf Tage lang als einziger Berichterstatter in der Schule miterlebt.

Als mir eine Aktivistin von der Schule am 19. Juni ankündigte, dass die Gerhart-Hauptmann-Schule jederzeit geräumt werden könnte, war mir unangenehm zumute. Ich hatte dort zwar schon zwei Tagen verbracht und versucht, die Geschichte von diesen 200 Flüchtlingen in Frankreich zu thematisieren - aber ich hatte Besuch aus Frankreich und außerdem am Sonntag einen Theatertermin. Und freilich war es anstrengend, in der Gerhart-Hauptmann-Schule auszuharren. Das aber hätte ich gegenüber der Aktivistin nicht vertreten können. Also habe ich mich entschlossen, einfach nicht zu antworten.

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