Hendrik Lasch, Weida 07.07.2014 / Inland

Zeugin einer verlorenen Zeit

Die Osterburg im thüringischen Weida ist Endstation für die einzige große Atomuhr der DDR

In der DDR wurde eine Atomuhr gebaut. Nach einer Odyssee liegt sie nun auf einer Burg in Thüringen - und wirkt wie ein Sinnbild für das Land, in dem sie entstand.

Auf der Osterburg schnurrt die Zeit zusammen wie ein Gummiband. Während im Tal das idyllische Städtchen Weida geschäftig durch die Gegenwart summt, schweifen die Gedanken auf dem Hof der Burg, die oberhalb der Weida thront, weit in die Vergangenheit. Anlass bietet der kegelförmige Turm mit seinem doppelten Zinnenkranz, der zu den ältesten seiner Art in Deutschland gehört; noch mehr aber eine kleine Metalltafel. Sie zeigt den Umriss der DDR samt einer krakeligen Linie in deren Südhälfte. »Südgrenze des skandinavischen Inlandeises im Quartär«, ist zu lesen. Bis nach Weida, so belegen hier gefundene Feuersteine, hatte sich in der »Elster-Eiszeit« ein Hunderte Meter dicker Eispanzer vorgeschoben. Das ist unvorstellbar lange her: mindestens 320 000 Jahre, 117 Millionen Tage - oder 1013 Sekunden.

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