»Der Flughafen ist vermurkst«

Am BER wurden Fehler gemacht, die nicht mehr reparabel sind, sagt Experte Dieter Faulenbach da Costa

Dieter Faulenbach da Costa war als Flughafenplaner in mehr als 40 Ländern tätig. Am BER hat er am Raumordnungs- und später Privatisierungsverfahren teilgenommen. Mit ihm sprach Bernd Kammer.

Sie haben schon vor zwei Jahren gesagt, dass der neue Hauptstadtflughafen BER schon bei seiner Eröffnung zu klein sein wird. Jetzt hat das auch Flughafenchef Hartmut Mehdorn erkannt. Fühlen Sie sich bestätigt?
Leider ja. Damals hieß es noch, der Faulenbach, der spinnt. Der BER ist aber schon gewachsen. Ursprünglich war er für 17 Millionen Passagiere geplant, jetzt soll er für 27 Millionen ausreichen. Mit der Erweiterung begründet Mehdorn ja auch seine zusätzlichen Geldforderungen.
Wer in der Planungs- und Bauphase eines Flughafens auf Wachstum reagieren muss, hat schon einen grundsätzlichen Fehler gemacht. Der ist nicht mehr reparabel, führt aber zu Verzögerungen und Mehrkosten und löst Verzweiflungstaten aus. Zur Ablenkung wird dann von einem erfolgreichen Flughafen geschwafelt, und das schon vor der Eröffnung. Beispiel Flughafen München: Das Terminal hatte 1992 bei der Betriebsaufnahme eine Jahreskapazität von 25 Millionen Passgieren und ein tatsächliches Aufkommen von zwölf Millionen. Erst zehn Jahre nach der Betriebsaufnahme fing der Flughafen München an, Erweiterungsmaßnahmen zu planen.

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