Maike Zimmermann 24.09.2014 / Bewegung

Organisiert undogmatisch

Avanti wird in der IL aufgehen, feiert vorher aber noch einmal seine Unabhängigkeit

Linksradikal und bündnisfähig, das zeichnet postautonome Gruppen wie Avanti aus. Der 25. Geburtstag wird zugleich ein Abschied sein: Die Eigenständigkeit will Avanti aufgeben, zentrale Grundsätze nicht.

»Wir sind schon manchmal ein bisschen norddeutsch drög«, meint Christoph Kleine. Vielleicht ist das aber auch nur der Ruf, der den Leuten von »Avanti - Projekt undogmatische Linke« zuweilen vorauseilt, die in der Provinz gestartet sind und optisch eher weniger Wert auf linkes Hippstertum legen. Am kommenden Sonnabend feiert die älteste postautonome Organisation der Bundesrepublik Geburtstag, auf der Stubnitz im Hamburger Hafen. 25 Jahre gibt es den Zusammenschluss von acht vor allem norddeutschen Ortsgruppen dann schon. Überregional dürfte Avanti allerdings erst seit 2007 und den Protesten gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm bekannter sein: Bei der Kampagne »Block G8«, die die Massenblockaden der Zufahrtsstraßen organisierte, spielten die Aktivisten eine zentrale Rolle. Seither ist Avanti bei jeder größeren linken Mobilisierung in der Bundesrepublik dabei.

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