Protest durch Räumung beendet

Flüchtlinge ketteten sich im DGB-Haus aneinander / 200 Polizisten im Einsatz

200 Polizisten räumten 20 Geflüchtete aus dem Gebäude des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Berlin-Schöneberg. Nach einer Woche Besetzung hatte der DGB selbst Strafanzeige gestellt.

Berlin. »Flüchtlingen helfen? Ja. Unser Haus besetzen? Nein.« Die Haltung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) stand klar auf einem Transparent, das an ihrem Haus am Wittenbergplatz in Berlin-Schöneberg hing. Acht Tage lang hatten über 20 Geflüchtete einige Räume im Erdgeschoss besetzt. Der DGB Berlin-Brandenburg betonte immer wieder seine Unterstützung für die politischen Forderungen der Flüchtlinge, zum Beispiel die Abschaffung des Arbeitsverbotes. Doch die Besetzung ließ man sich immer weniger gefallen. Am Donnerstag um 10 Uhr war ein Ultimatum ausgelaufen und der Vorstand stellte Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs. Um 10.30 Uhr rückten 200 Polizisten mit Rammbocks, Bolzenschneidern, Leitern und Hunden vor. Im Foyer hatten sich 16 Geflüchtete mit fünf Unterstützern auf einer Treppe zusammengesetzt, manche hatten sich an den Hälsen zusammengekettet. Die Polizei forderte die Besetzer auf, freiwillig zu gehen, aber diese erwiderten auf Englisch, dass sie kein Deutsch können, weil sie als Asylbewerber in Deutschland keine Sprachkurse besuchen dürfen.

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