Miray Erbey und Sukrye Akar 10.10.2014 / Bewegung

Produzieren ohne Bosse

Die Textilfabrik Kazova hat eine Kooperative gegründet. Ahmet Demirtas spricht über seine Erfahrungen mit der selbstorganisierten Produktion

Ahmet Demirtas arbeitet bei Kazova-Tekstil. Er ist organisiert in der Gewerkschaftsinitiative Devrimci Isci Hareket (DIH, Revolutionäre Arbeiterbewegung). Für »neues deutschland« sprachen mit ihm Miray Erbey und Sukrye Akar.

Kazova ist die erste selbstorganisierte, von den Beschäftigten in Eigenregie betriebene Textilfabrik in der Türkei. Können Sie uns schildern, wie sich die Arbeiter organisiert haben und der Widerstand zustande gekommen ist?
Nach einer langen Zeit von Demonstrationen haben wir die Webmaschinen faktisch beschlagnahmt und zugleich juristische Schritte eingeleitet. Die Unternehmer schuldeten uns Löhne, wir haben im Ausgleich dafür die Pfändung der Maschinen beantragt. Zugleich haben wir ein Ladengeschäft eröffnet, mit dem Ziel, Kazova zu einer sichtbaren Stellung des Widerstandes zu machen. Darauf legten wir unsere Arbeit aus, und das nächste, was wir nach der Eröffnung machen wollten, war, eine Kooperative zu gründen. Ab Februar war die Satzung fertig, wurde notariell beglaubigt und dann zum zuständigen Ministerium geschickt. Das weigerte sich zunächst, die zu bewilligen, weil sie »zu politisch« sei. Aber im September wurde die Satzung dann endlich genehmigt. Wir haben unsere Kooperative registrieren lassen und werden unsere Arbeit aufnehmen können.

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