Tom Mustroph 27.11.2014 / Kultur

Künstler aus Notwehr

Jugendtheaterfestival »Festiwalla« in Berlin: »Letters Home« zeigt den Alltag von Flüchtlingen

Szenen mit finsteren spanischen Grenzwächtern, mit abweisenden deutschen Bürokraten und mit Zimmergenossen, die ihre Trübsal im Alkohol ersäufen und immer mehr zu menschlichen Wracks werden, bestimmen den Theaterabend »Letters Home«. Er wurde von Flüchtlingen erarbeitet und hat am Samstag im Haus der Kulturen der Welt (HKW) Premiere. Es gibt aber auch optimistische Szenen, die etwa von der Beharrlichkeit erzählen, mit der Sami, ein pakistanischer Flugzeugmechaniker, Deutsch lernt, um auch in der hiesigen Luftfahrtbranche einen Job zu erhalten. Und es gibt aufrüttelnde Momente. Djallo aus Guinea Bissau formiert seine Kollegen zu einem eindrucksvollen Anklagechor gegen Dublin. Das Dubliner Übereinkommen legt fest, dass Flüchtlinge in das Ersteinreiseland in der EU abgeschoben werden können - ungeachtet dessen, wie dort die Bedingungen sind.

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