Entzweit über ein Bündnis

Zwei alte Friedensbewegte im Streitgespräch über die Notwendigkeit von Protest, die Mahnwachen und antifaschistische Prinzipien

Seit Monaten eskalieren weltweit Konflikte, Deutschland ist in vielen involviert - aber von der klassischen Friedensbewegung ist wenig auf der Straße zu sehen. Ein Streitgespräch über die Montagsmahnwachen und den kommenden Friedenswinter.

Seit Monaten eskalieren die Konflikte, aber von der klassischen Friedensbewegung ist auf der Straße wenig zu sehen. Wie nötig sind öffentlichkeitswirksame Aktionen?
Otmar Steinbicker: Die Kriegsgefahr nimmt zu. Anders als zu Zeiten des Kosovokriegs gibt es heute einen gesellschaftlichen Konsens, dass militärische Gewalt keine Lösung ist. Zugleich sind viele Menschen angesichts des komplizierten Ukraine-Konflikts und der nicht minder komplizierten IS-Problematik ratlos, wie Alternativen aussehen können. Ich nehme da ein großes Interesse an den Positionen der Friedensbewegung wahr. Ein Problem ist, dass sich die Friedensbewegung isoliert und den Kontakt zu Menschen außerhalb ihrer eigenen Diskussionszusammenhänge verloren hat. Sie hat zu den verschiedenen Konfliktfeldern gute inhaltliche Positionen erarbeitet. Diese Antworten dringen aber kaum nach außen. Wir müssen daher Wege finden, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Das kann auf der Straße stattfinden, aber möglicherweise wären Diskussionsveranstaltungen derzeit besser geeignet. Ich sehe hier große Chancen für die Friedensbewegung. Aber das muss vor Ort wachsen.

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