Sabine Küper-Büsch 30.01.2015 / Kolumnen

Religiöse Verbrämung statt Analyse

Sabine Küper-Büsch: Es gibt keinen Grund, in Zwangsmaßnahmen Ankaras eine zunehmende Islamisierung zu wittern

Die Knute der Zensur schlägt in der Türkei mal wieder unbarmherzig zu. Die Tageszeitung Cumhuriyet wurde an der Auslieferung einer Ausgabe gehindert, weil sie Mohammed-Karikaturen nachgedruckt hatte. Einige Internetportale wurden aus dem gleichen Grunde gesperrt. Schon Mitte Dezember nahmen Spezialeinheiten der türkischen Polizei 25 Journalisten einer Mediengruppe fest, die der Bewegung des Islamistenführers Fethullah Gülen nahesteht. Die türkische Regierung, die sich angesichts des mörderischen Anschlags auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris über den Angriff auf die Meinungsfreiheit empörte, zeigt den oppositionellen türkischen Medien die Zähne. Doch steht die Diktatur, eine islamistische gar, deswegen kurz bevor? Warum werden repressive Systeme wie Russland nicht mit kulturalisierenden Attributen versehen? Oligarchische Machtstrukturen, Zensur und Kontrolle der Medien sind nur einige der Gemeinsamkeiten. Putin inszeniert sich gern mit nackter Brust und einem Goldkreuz darauf.

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