Ullrich Kroemer 
und Jirka Grahl, Leipzig 20.02.2015 / Sport

Ein unverschämt gutes Geschäft

Frisches Geld für Baumaßnahmen, unverhofftes Stadtmarketing: Leipzig profitierte 2003 von der Olympiabewerbung - weil sie scheiterte

Im Jahr 2004 sortierte das IOC die Leipziger Olympiakandidatur für 2012 aus. Doch bis dahin verschaffte die Bewerbung der Stadt einen Schub.

Ob sich anno 2015 die Passanten am Leipziger Cottaweg noch an die Visionen von 2003 erinnern? Hier, wo die Fußballer von RB Leipzig trainieren und derzeit das neue Nachwuchsleistungszentrum entsteht, hätte das Olympiastadion für 2012 errichtet werden sollen. 82 000 Plätze. Und am Lindenauer Hafen, vier Kilometer Luftlinie entfernt, sollte das Olympische Dorf entstehen; dieser Tage wird dort mal wieder ein neues Wohngebiet projektiert. Zu Anfang der Nuller Jahre träumte ganz Leipzig von Olympischen und Paralympischen Spielen - ein Großteil der 500 000 Einwohner wollte die Spiele. Leipzig wollte das »Lillehammer des Sommers« werden, die sommerliche Wiederholung jener vielgepriesenen norwegischen Winterspiele von 1994, bei denen die Wege kurz und alle Beteiligten glücklich waren: Sportler, Zuschauer, Funktionäre, Reporter.

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