Fabian Lambeck 11.03.2015 / Inland

Volkssolidarität will Reform der Grundsicherung

Sozialverband legt Konzept vor und warnt vor zunehmender Altersarmut

In keiner anderen Altersgruppe hat die Zahl der Armen so stark zugenommen wie bei Rentnern - seit 2006 um 48 Prozent. Die Volkssolidarität fordert deshalb eine Reform der Grundsicherung.

Die Altersarmut nimmt zu. Das bestreitet nicht einmal die Regierung. Doch konkrete Gegenmaßnahmen, das Elend zu mindern bzw. zu verhindern, sind bislang Fehlanzeige. Dafür präsentierte die Volkssolidarität am Dienstag ihre »Vorschläge zur Reform der Grundsicherung im Alter«. Im Jahre 2013 bezogen rund 500 000 Bundesbürger solche Leistungen, weil ihre Renten nicht zum Leben reichten. Der Präsident der Volkssolidarität, Wolfram Friedersdorff, verwies am Dienstag auf Zahlen der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, wonach viele Anspruchsberechtigte keine Anträge stellten. Die Stiftung schätzt »die Quote der Nicht-Inanspruchnahme« auf 68 Prozent. Das heißt: Tatsächlich sind weit mehr Menschen bedürftig, als offiziell gemeldet. Sozialverbände machen seit Jahren auf diese »verdeckte Armut« aufmerksam.

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