Thomas Blum 04.04.2015 / Kultur

Der angenehme Schmerz des übersteifen Teils

In der Literatur geht es oft untenrum zur Sache. Rainer Moritz hat einschlägige Stellen gesucht und gesammelt

Die Muskulatur schwoll. Sein Geschlechtsteil wollte auf sich aufmerksam machen. Außer ihm sollte nichts mehr spürbar sein. Der angenehme Schmerz des übersteifen Teils. Endlich wieder einmal. Ihm war nach Fortpflanzung.« Brechen wir hier erst einmal ab, denn das Wie des Fortgangs der Szene dürfte dem Leser kein allzu großes Rätsel aufgeben. Anzunehmen ist, dass der Dichter dieser Zeilen, der große und bis heute unterschätzte Humorist Martin Walser, Abhilfe schaffen wird, was das übersteife Teil angeht, dem nach Fortpflanzung ist. Verraten sei hier zumindest so viel: Später findet es seinen Weg in das »Dunkel« einer »Scheidenschlucht«, die »überschwemmt« und »geschlämmt« wird. Wir sehen: Martin Walser interessiert sich für Geomorphologie, Gartenbau und Gewässerreinigung genauso sehr wie für Fragen der literarischen Technik.

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