Aufzug vor dem Reichstag geplant

Ausgerechnet am 9. Mai wollen sich rechte Gruppen im Regierungsviertel versammeln

Für das diesjährige Jubiläum zur Befreiung vom Nationalsozialismus haben rechte Gruppierungen etwas Besonderes vor. Mehrere Tausend wollen vor dem Reichstag demonstrieren.

»Generalmobilmachung: ReGIERrung absetzen«, ist einer der Slogans mit dem in sozialen Netzwerken derzeit für eine Kundgebung vor dem Reichstagsgebäude geworben wird. Ausgerechnet rund um den Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus mobilisieren rechte Gruppen aus verschiedenen Spektren in diesem Jahr »gegen Islamisierung und Amerikanisierung« und das »korrupte BRD-Regime«. Zumindest virtuell finden sie dafür viel Anklang, knapp 35 000 Menschen haben im Internet angekündigt, dem Aufruf zu folgen. Eine Zahl, die nach Einschätzung der »Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR)« »bei Weitem« nicht erreicht werden dürfte, dennoch hält die MBR eine reale Teilnehmerzahl »im oberen dreistelligen Bereich« für möglich. Experten warnen davor, die Mobilisierung zu unterschätzen. »Nicht zum ersten Mal werden aus diesem Spektrum heraus Daten, die mit der Geschichte des Nationalsozialismus in Verbindung stehen, für eigene Veranstaltungen genutzt. Sie verkehren die ursprüngliche historische Bedeutung und besetzen den Tag der Befreiung mit ihren antiamerikanischen und revanchistischen Positionen über eine angeblich fehlende deutsche Souveränität«, sagte Benjamin Steinitz von der »Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS)« dem »nd«.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: