Uwe Krüger 10.08.2015 / Ausland

Blutige Botschaften der Taliban

Mit den jüngsten Terrorattacken demonstrierten Afghanistans Aufständische ihre Macht

Mit einer blutigen Anschlagsserie haben die Aufständischen in Afghanistan Botschaften an die einheimische Bevölkerung, die ausländischen Besatzer und das Kabuler Regime ausgesandt.

Die Taliban und mit ihnen verbündete Gruppierungen bewiesen bereits in den vergangenen Jahren ihre Fähigkeit, selbst in einer hoch gesicherten Stadt wie Kabul nicht nur sogenannte weiche Ziele wie Hotels und Supermärkte anzugreifen. Selten war jedoch die Wucht der vorgetragenen Angriffe so groß und die zeitliche Abfolge so kurz. Zunächst explodierte am Freitag ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen in einem dicht besiedelten Wohngebiet der Hauptstadt. Verzweifelte Bürger beklagten danach eine sich täglich verschlechternde Sicherheitslage. Das fällt vor allem auf Präsident Aschraf Ghani und die Regierung zurück, die einen aufgeblähten, aber wenig effektiven Sicherheitsapparat unterhalten. Um diesen weiter zu demoralisieren, erfolgte Stunden später ein Selbstmordanschlag auf die Nationale Polizeiakademie. Und schließlich attackierten die Rebellen dann auch noch eine Basis der NATO-geführten Ausbildungs- und Beratungsmission Resolute Support. Die Taliban ließen nie einen Zweifel daran, dass es ohne einen vollständigen und bedingungslosen Abzug der internationalen Truppen keine Übereinkunft mit der Regierung geben wird.

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