Hans-Dieter Schütt 15.10.2015 / Kultur

Der Hohn der Angst

Großes, erschütterndes Theater am Schauspiel Bochum: Gerhart Hauptmanns »Rose Bernd« mit Jana Schulz

Eine erhöhte, bühnenweite, schräge Holzplattform. Stabile Welt? Eher abschüssig. Schwankender Boden. Glatt. Denn unablässig regnet es winzige Goldblättchen. Wenn Menschen hier laufen, rennen, dann stiebt es unter ihren Sohlen blitzend auf. Als schlügen ihre Schritte Funken. Tun sie aber nicht. Es ist, als entfache ihr Laufen und Rennen einen Schweif, wie ihn der Schweißbrenner erzeugt. Oder wie ihn vielleicht Kometen durchs All ziehen. Existenz: ein Herumirren in klirrend blinkender Kälte - da im Draußen, das unsere Welt ist. Die Spielfläche als Kampfplatz, den die Menschen wie tief Erschöpfte oder infam Lauernde oder verunsichert Fremde betreten. Erschöpft von Gewalt, lauernd auf Gewalt. Verunsichert, wenn stattdessen - Liebe droht, gegen die Gewalt. Gewalt hat viele Waffen: den Körper, den Glauben, die Geldsorge. Man stößt zu, man stößt weg.

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