Jörg Meyer 08.01.2016 / Bewegung

Alleine wird das vermutlich nichts

Eine Studie zum vierjährigen Arbeitskampf bei Amazon zweifelt daran, dass die Beschäftigten ohne Unterstützung von außen den Konzern in die Knie zwingen werden können

Ein vorbildhaftes Organisieren, eine starke gewerkschaftliche Basis im fast gewerkschaftsfreien Raum des Onlinehandels, doch der Kampf um den Tarifvertrag bei Amazon wird sich hinziehen.

Arbeiten bei Amazon ist supi, und alle sind happy. Ungefähr so stellt sich der deutsche Blog des Weltmarktführers im Onlinehandel dar. Eigenwerbung pur: Amazon habe über 800 neue Vollzeitjobs durch Entfristung geschaffen, weitere sollen folgen. Eine Amazon-Beschäftigte lobt den Handscanner, mit dem sie durch die Regalreihen läuft und die Waren »pickt«. Früher sei es viel komplizierter gewesen, noch mit Zettel und Papier. Wenn das alles nichts ist, wer will da noch maulen. Und um nicht missverstanden zu werden: Es geht hier nicht darum, die Beschäftigten, die auf dem Konzernblog über ihre Arbeit positiv berichten, zu kritisieren. Aber gemault wird bei Amazon, und zwar laut und das seit Jahren. Was der PR-Blog nicht zeigt, ist, dass beim Handelsriesen ein erbitterter Kampf tobt. Beschäftige gegen Management, ver.di gegen Amazon. Der organisierte Teil der Belegschaft will einen Tarifvertrag und zwar nach den Bedingungen des Versandhandels. Amazon verweist indes darauf, dass man sich am Logistiktarifvertrag orientiere - und verweigert jede Verhandlung.

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