Alexander Isele 21.01.2016 / Kultur

Weinen, wo man gar nicht weinen darf

Die Schaubühne führt Milo Raus »Mitleid. Die Geschichte des Maschinegewehrs« auf

»Die großartige Ursina Lardi hält einen Monolog, der hinter die Kulissen des Mitleids der Entwicklungsindustrie blicken lässt – aber auch die Rolle des Theaters kritisch hinterfragt.«

Am Ende des Stückes widersetzt sich die Schauspielerin Consolate Sipérius den Anweisungen ihres Regisseurs Milo Rau: Dieser wollte, dass sie mit dem Maschinengewehr in jenes Publikum schießt, das sich am Leid anderer bestenfalls ergötzt, oft genug sogar daran verdient. Sipérius ist Überlebende und damit Zeugin eines Massakers in Burundi, bei dem ihre Eltern starben. Sie selbst wurde von einer belgischen Familie »aus dem Katalog« ausgesucht und adoptiert. Ob als Opfer oder Zeugin: Ihr Platz auf der Bühne, links im Hintergrund, ohne viel zu sagen, ist allein deshalb gerechtfertigt, weil sie den Zuschauer mitfühlen lässt am Schicksal der Armen und Hilfsbedürftigen dieser Welt.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: