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Shiliguri, Indien, 10. Februar: Nicht im Porzellanladen, sondern auf einer sehr belebten Straße im Stadtzentrum, steht ein sichtlich mitgenommer und orientierungsloser Elefant. Dieser war zuvor aus dem nahe gelegenen Wald ausgebüchst und ist wenig später mit einigen Blessuren mitten in der Stadt gelandet. Die schnell herbeigerufenen Wildtierexperten, konnten das Tier beruhigen und hatten auch gleich mal einen Kran mit dabei. Mit diesem wurde der Dickhäuter auf einen LKW gehievt und in den besagten Wald zurückgebracht.

Kalifornien, Vereinigte Staaten, 10. Februar: Eine für diese Jahreszeit ungewöhnliche Hitzewelle, sucht gerade den “Golden State” an der Westküste der USA heim. Mit Temperaturen über 30 Grad, liegt die Durchschnittstemperatur ca. 10 Grad höher, als zu dieser Jahreszeit sonst üblich. Da kann man nur, wie es der nette ältere Herr im Bild vormacht, sich den Liegestuhl schnappen und den Tag genießen. Wir hoffen er ist beim faulenzen nicht eingeschlafen. Denn mit einem Sonnenbrand ist bekanntlich nicht zu spaßen!

Köln, 8. Februar: Ein Narr, wer bei solchem Wetter freiwillig auf die Straße geht! Na? Da ist uns doch mal eine schöne Doppelbödigkeit gelungen: Narr – Narr, Sie verstehen. Mit diesem Wortwitz versuchen wir allerdings lediglich unser hilfloses Unverständnis darüber, dass Menschen sich eine Narrenkappe aufsetzen und drei Tage lang lustisch sein können, zu überspielen. Wir wären auch gerne so, wirklich! Leider leben wir in Berlin, wo jeder leise glimmende Funke von Karnevalsbegeisterung, der von zugewanderten Rheinländern eingeschleppt wird, zuverlässig am Berliner Desinteresse erlischt. Und das ist letztlich auch gut so.

frs

Mainz, Rheinland-Pfalz, 8. Februar: Ein weiterer Fall von Liebe in Zeiten des Karnevals. Das jahrelange Spielen mit den kleinen Plastikbausteinen scheint bei dieser jungen Dame zu einer neuen, während des Rosenmontagzuges in Mainz nun öffentlich ausgelebten Fetisch-Form geführt zu haben.

Oder wie erklären Sie sich, diesen ungelenk anmutenden Kuss-Versuch?

Mwanza, Malawi, 7. Februar: Einer der ältesten afrikanischen Bürgerkriege in Mosambik flammt anscheinend wieder auf. Seit 1977 bekämpfen die Rebellen der RENAMO die im mosambikanischen Unabhängigkeitskrieg erfolgreiche FRELIMO, die das Land seit 1975 regiert. Nach dem Friedensvertrag von 1992 und den Wahlen 1994 schien der Konflikt befriedet. Die ehemaligen Rebellen haben aber die Ergebnisse der Wahlen von 2014, welche die FRELIMO als Sieger sahen, nicht akzeptiert und erneut zu den Waffen gegriffen. Jetzt sind wieder Flüchtlinge zu sehen, die vor Kämpfen zwischen Regierungstruppen und RENAMO-Rebellen ins Nachbarland Malawi geflohen sind und dort in einem UN-Camp leben. Die Rede ist von 5.000 Geflüchteten, die UN befürchten aber bereits eine erneute Flüchtlingskrise im südlichen Afrika.

frs

Allahabad, Indien, 5. Februar: Indien und der Hinduismus sind ja bekannt für die unermessliche Fülle und Vielfalt an religiösen Festivitäten. Praktisch jeden Tag finden in dem Riesenland irgendwo irgendwelche Festivals statt, die sich meist über mehrere Tage oder gar Wochen hinziehen. Wozu das Ganze, haben wir uns oft gefragt. Wir werden hier an dieser Stelle die indische Seele nicht ergründen können, aber ein wichtiger Aspekt dieser ständigen Feierei ist sicherlich der Umverteilungseffekt. Hier z.B. sucht ein armer Inder den Sangam River nach Geldmünzen ab, die gläubige Hindus während des jährlichen Magh Mela Festivals in den Fluss geworfen haben. Auch sonst ist eine religiösen Festlichkeit stets mit der Gabe von Almosen und reger Spendentätigkeit verbunden. Damit dürften die Feste tatsächlich die wichtige Funktion haben, wenigstens einen kleinen Teil des gesellschaftlichen Reichtums auf diese Art an die Bedürftigen umzuverteilen. Um die auch in Indien zunehmende Verteilungsungerechtigkeit zu mildern, müsste allerdings permanent und Tag und Nacht gefeiert werden…

frs

Dongying, China, im Februar: Hier sind wir in einer Affenschule, wo ein kleines Äffchen auf der Bank sitzt und auf den Fortgang der Probe wartet. Shows und Vorführungen mit abgerichteten Affen sind sehr populär in China und ganz Asien. Im gerade beginnenden chinesischen Jahr des Affen haben solche Shows sogar Hochkonjunktur. Zunehmend regt sich jedoch auch Widerstand gegen diese Art des Umgangs mit Tieren, wenn dieser auch noch sehr verhalten ist. Aber immerhin gibt es auch in China schon so etwas wie eine Tierschutzbewegung, die sich Gedanken darüber macht, wie der Mensch mit der Kreatur umgeht.

frs

Daeseong-dong, Südkorea, 4. Februar: Daeseong-dong ist ein Dorf nahe Panmunjom und das einzige in der demilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea. Gut 200 Bauern leben dort, die 1953 bei der Ziehung der Waffenstillstandslinie ihr Land nicht verlassen wollten. Der Preis für´s Dableiben ist die ständige Präsenz schwerbewaffneten Militärs und die Propagandabeschallung der Gegenseite. Selbst bei der Abschlusszeremonie der örtlichen Grundschule ist ein Posten in Hab-Acht-Stellung anwesend, um Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten. Das Leben unter Dauerbeobachtung hat aber auch etwas Gutes: unter Berücksichtigung ihrer erschwerten Lebensumstände sind die Einwohner des Dorfes nicht steuerpflichtig, bekommen höhere Erlöse bei der Vermarktung ihrer landwirtschaftlichen Produkte zugesprochen und sind zudem von der Wehrpflicht befreit. Klingt ein bisschen nach dem alten Westberlin: erinnert sich noch jemand an die Berlinzulage?

frs

Idomeni, Griechisch-Mazedonische Grenze, 3. Februar: Oh, das war wohl ein Missverständnis; die riesigen, Snacks, frisch gebrühten Kaffee und nahrhaftes Essen verheißenden, Werbeposter waren gar nicht für Flüchtlinge gedacht. Nun stehen sie ratlos da und kriegen nicht nur keinen Kaffee, sondern müssen feststellen, dass es für sie weder vor noch zurück geht. Die Grenze nach Mazedonien ist mal wieder geschlossen, diesmal, weil die Taxifahrer sie blockieren. Die wollen auch an den Verdienstmöglichkeiten teilhaben, die sich mit dem notwendigen Weitertransport der Flüchtlinge Richtung Norden ergeben. Der Strom der Flüchtigen ist längst zu einem einträglichen Geschäft für die verschiedensten Branchen geworden. Den Flüchtlingen bleibt nur, zu warten, und das ohne Snacks und Kaffee.

frs

Stockholm, Schweden, 2. Februar: Das wurde aber auch Zeit; jeder kennt die nervigen Smartphoneinhaber, die geneigten Kopfes, auf ihr Display starrend, nichts um sich herum wahrnehmend, die Straßen entlang stolpern, permanent Zusammenstöße provozierend. Die Stockholmer Stadtverwaltung hat jetzt reagiert und oben zu sehende Schilder aufgestellt, um die paar verbliebenen smartphonelosen Bürger vor den modernen Zombies zu schützen (die Smartphoneinhaber selbst können das Schild ja nicht sehen!). Wir können wohl von Glück reden, dass sich die Google-Brille bisher nicht durchgesetzt hat.

frs

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