Den Einen galt die Musik der Hamburger Punkband Slime mit Titeln wie »Bullenschweine« und »Legal-Illegal-Scheißegal« als zu platt. In weiten Teilen der linksradikalen Szene sind die Hymnen des Straßenkampfes vergangener Jahre aber noch immer beliebt. Zum 30. Bandjubiläum vor zwei Jahren ist Slime auf die Bühne zurückgekehrt. »Sich Fügen Heißt Lügen« ist die erste Platte nach der Bandauflösung 1994. Mit Michael Mayer und Christian Mevs sprach Katja Herzberg für »nd« über die Texte von Erich Mühsam und wie sich die Band weiterentwickelt hat.
Reiseberichte rassismuskritisch betrachtet (nd). Der Bildungsträger »glokal« hat untersucht, wie Menschen aus dem globalen Norden koloniale Denk- und Handlungsweisen reproduzieren. Für die Broschüre »Mit kolonialen Grüßen?« haben die Autoren die Sprache und Bildauswahl von Blogbeiträgen und Reiseberichten analysiert ...
Welche Bedeutung haben Volksbegehren für den Kampf gegen Privatisierung und für die Durchsetzung umweltfreundlicher Politik? Die Erfahrungen in Berlin sind zwiespältig.
ELKE STEVEN vom Komitee für Grundrechte und Demokratie kritisiert den Konfrontationskurs der Stadt Frankfurt gegenüber den Krisenaktionstagen. Mit der Soziologin sprach INES WALLRODT.
Nach seinem viel besprochenen theoretischen Buch über »Schulden« legt David Graeber eine Reportage über die bankenkritische Bewegung von 2011 vor.
(nd). Unter dem Titel »Under Pressure - Krisen, Kämpfe, Transformationen« findet vom 17. bis 20. Mai in Erfurt der 34. Kongress der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) statt. Im Mittelpunkt der rund 70 Workshops und Veranstaltungen stehen die sich verschärfenden Krisen der Länder des globalen Südens sowie die innereuropäisch wachsenden Ungleichheiten ...
Die US-Friedensbewegung bringt sich nach einer Phase der Neuorientierung wieder ins Spiel. Judith LeBlanc organisiert für ihre Organisation »Peace Action« die Gegenkonferenz gegen den NATO-Gipfel Mitte Mai in Chicago. Sie arbeitet im Auftrag der größten US-Friedensgruppe »Peace Action«. Mit ihr sprach Max Böhnel.
Zum 30. Todestag von Peter Weiss sind erstmals seine frühen Kunstfilme und Dokumentationen auf DVD erschienen. Sie laden ein, diesen großen humanistischen Autor wiederzuentdecken.
Die feministische Punkband »Pussy-Riot« sind für provokative Auftritte bekannt. Wegen einer Aktion in einer orthodoxen Kirche sitzen die drei Frauen seit März in Untersuchungshaft. Ihnen drohen hohe Haftstrafen.
Düsseldorf (nd-Meier). Anti-AKW-Aktivisten gelang es am Montag, einen Urantransport aus der Urananreicherungsanlage Gronau acht Stunden lang zu blockieren. Kletterer seilten sich von Bäumen auf die Bahnstrecke ab und verzögerten so die Weiterfahrt des Zuges, der nach Angaben der Blockierer 450 Tonnen Uranhexafluorid transportierte ...
Das Occupy-Camp in der Frankfurter Bankenmetropole ist fest eingeplant bei den anstehenden internationalen »Blockupy«-Aktionstagen gegen die Krisenpolitik Mitte Mai. Deshalb versetzt es Aktivisten in Unruhe, dass die Stadt nun darauf drängt, erste Zelte abzubauen. Manche fürchten die Räumung.
Eine genaue Zahl, wie viele Zwangsadoptionen es zu DDR-Zeiten auf heute brandenburgischem Gebiet gegeben hat, ist nicht mehr zu ermitteln. Schon in den 1990er Jahren seien solche Versuche »nicht erfolgreich gewesen«, erklärte Bildungsministerin Martina Münch (SPD). Die CDU hatte sich danach erkundigt ...
Fünf Wochen saß die Aktivistin HANNA PODDIG in Hessen im Gefängnis, weil sie 2008 einen Rüstungstransport der Bundeswehr aufhielt, indem sie sich an die Bahngleise kettete. Nach ihrer Freilassung am 18. April fragte SIGRID LEHMANN-WACKER die 26-Jährige nach ihrem Befinden.
Ziviler Ungehorsam gegen Panzerlieferung (nd). Soziale Bewegungen planen Protestaktionen gegen die geplante Lieferung von bis zu 270 Leopard-II-Panzern nach Saudi-Arabien. Sie fordern von der Bundesregierung, die Genehmigung der Panzerlieferung zu widerrufen. Der Bundessicherheitsrat hatte im Sommer 2011 in geheimer Sitzung den Verkauf gebilligt ...
Die Krawalle am 1. Mai 1987 in Berlin Kreuzberg überraschten Polizei wie linke Szene. Seither hat sie sich als eine der größten linksradikalen Demonstrationen im Jahr etabliert. Eine Diskussion begleitet sie von Anfang an: Sieht so radikaler Protest gegen Kapitalismus aus oder ist die oft in Straßenschlachten endende Demo lediglich selbstbezügliches Szeneritual?
Saftige Strafen für Schweizer AKW-Gegner (nd-Nowak). Wegen einer Sitzblockade auf der Zufahrtsstraße zum Atomkraftwerk Mühleberg wurden mehr als 30 Schweizer AKW-Gegner zu hohen Geldstrafen von insgesamt 30 000 Franken verurteilt. Die Initiative »Mühleberg aussitzen« erklärte, mit der zivilgesellschaftlichen Aktion im Herbst 2011 habe man verhindern wollen, dass der wegen zahlreicher Sicherheitsmängel in die Kritik geratene Reaktor wieder in Betrieb genommen wird ...
Zum Abschied als RWE-Boss kriegt Jürgen »Dino« Großmann noch einmal eine ungemütliche Jahreshauptversammlung geschenkt: Kohle- und Atomkraftgegner machen vereint mobil. Morgen werden Linke vor und Kritische Aktionäre in der Essener Grugahalle protestieren.
Der schwarze Fleck auf der Internetseite www.klimaretter.info ist kein stehengebliebener Aprilscherz. »Wir sehen schwarz« steht dort zu lesen. Denn seit dem 1. April läuft das Onlinemagazin für die Klima- und Energiewende nur noch im »Notbetrieb«. »Normalerweise bringen wir täglich mindestens zehn Artikel, davon einen Kommentar und zwei bis drei Hintergrundberichte«, sagt Chefredakteur Nick Reimer - jetzt sind es höchstens zwei ...
Vor NRW-Wahl: Bündnis fordert Vermögenssteuer (nd). Gewerkschafter und zivilgesellschaftliche Organisationen haben die Parteien im nordrhein-westfälischen Landtagswahlkampf für ihre Fixierung auf Sparvorschläge als einzigem Mittel der Haushaltskonsolidierung kritisiert. Unter dem Slogan »Vermögen besteuern statt NRW kaputtsparen« fordern ver ...
Es gibt in diesem Jahr gleich zwei Gründe, an den Sozialpsychologen Peter Brückner zu erinnern. Der linke Wissenschaftler starb vor 30 Jahren, am 11. April 1982, mit 59 an Herzversagen. Am 12. Mai 2012 wäre er 90 Jahre alt geworden.
Ein neues Netzwerk will die Mitglieder dabei unterstützen, in ihren Ländern die Diskussion über Ursachen der Staatsverschuldung, über deren Verlierer und Nutznießer, voranzutreiben. Am Wochenende nahm es die Arbeit auf.
Kurz nachdem SUNNY OMWENYEKE zugesagt hat, »nd« dieses Interview über verdachtsunabhängige Polizeikontrollen zu geben, schickt der Aktivist der Flüchtlingsselbstorganisation Karawane noch eine SMS: Er sei noch immer wütend über eine Ausweiskontrolle, die er in einem Zug im Dezember über sich ergehen lassen musste. Die Polizisten hätte er anzeigen sollen, schreibt er. Das Gespräch mit STEFAN OTTO findet tags darauf statt.
Nach der bundesweiten Antikapitalismus-Demonstration am vergangenen Wochenende in Frankfurt am Main streiten Linke über legitime Mittel des Protestes und antikapitalistische Strategien.
Bislang war die USA das Paradies für die Produzenten von genmanipulierter Nahrung. Doch immer mehr Menschen kämpfen dagegen an. Zumindest der Hinweis auf den Lebensmitteletiketten soll eingeführt werden. Auch Präsident Obama gerät unter Druck.
Olga Karatsch (30), ist Mitgründerin und Koordinatorin des Graswurzelnetzwerks »Unser Haus Belarus«. 2003 wurde sie als einzige oppositionelle Abgeordnete in den Stadtrat von Witebsk gewählt. Die Organisation setzt sich gegen Beamtenwillkür und politische Repression zur Wehr. Sie organisiert Bürgersprechstunden, Beschwerdeplattformen im Internet, Straßenaktionen, Unterschriftensammlungen, verteilt Zeitungen und monatlich über 100 000 Flugblätter. Inzwischen ist »Unser Haus« in 15 belarussischen Städten vertreten. Mit der Oppositionellen sprach in Berlin Ines Wallrodt.
Aktuelle Ausgabe: 26.05.2012
Preis: 120,00 €
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