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Übersicht: Geschichte

  • 13.03.2010
    Thema: Kapp-Putsch vor 90 Jahren

    Der Marsch auf Berlin

    Einzug der Kapp-Truppen in Berlin am 13. März 1920
    Von Prof. Dr. Erwin Könnemann

    Den Zeitgenossen erschienen die Kapp-Putschisten als ein monolithischer Block, die arbeitsteilig und zielstrebig ihr konterrevolutionäres Unternehmen vorbereitet und durchgeführt hätten. Während ihrer kurzlebigen Herrschaft waren die bestehenden tiefgreifenden Gegensätze nicht in Erscheinung getreten. Erst als die Nachlässe führender Persönlichkeiten vorlagen und ausgewertet werden konnten, klärte... Mehr ...

  • 13.03.2010

    Der schwierige Weg zum Frieden

    Vertragsunterzeichnung am 2. Dezember 1939 mit Woroschilow, Stalin, Molotow und Kuusinen (v.l.n.r.)
    Von Manfred Menger

    In der Nacht zum 13. März 1940 wurde im Kreml nach 105 Tagen erbitterter Kämpfe ein Friedensvertrag mit Finnland unterzeichnet. Die Bedingungen waren hart wie der Krieg. Proteste gegen das Friedensdiktat wies W. M. Molotow mit der Bemerkung zurück: »Wäre Finnland im Herbst auf unsere Vorschläge eingegangen, so wären die Bedingungen viel günstiger gewesen. Aber der Krieg und das Blut, das vergossen... Mehr ...

  • 13.03.2010

    Die langen Schatten der Helden

    Die letzte Sitzung am eckigen »Runden Tisch«, 12.3.1990
    Von Thoralf Barth

    Als am Abend des 18. März 1990 die Ergebnisse der ersten freien Volkskammerwahlen über die Bildschirme flimmerten, brachen die Emotionen aus. Sie reichten vom euphorischem Schrei aus voller Kehle bis zum beängstigenden Pulsschlag. Es ging nicht bloß um Merkel oder Steinmeier, um träge oder tröge, sondern um die Einheit Deutschlands. Also um die Existenz des eigenen Landes. Ob und wie die DDR abgew... Mehr ...

  • 13.03.2010

    WochenChronik

    12. März 1930: Der indische Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi tritt seinen legendären »Salzmarsch« von Ahmedabad nach Dandi an, um ein Monopol der britischen Kolonialmacht zu brechen. 16. März 1935: Adolf Hitler verkündet über den Rundfunk die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht, was einen Bruch des Versailler Vertrages bedeutet. London und Paris protestieren. 18. März 1805: Kaiser Napoleon... Mehr ...

  • 06.03.2010

    Barriere gegen Ausverkauf?

    Von Jörg Roesler

    Es ist nicht vergessen: Gegen die Treuhandanstalt ist Zeit ihrer Existenz (1990-1994) immer wieder protestiert und demonstriert worden – zumeist von den durch die Schließung ihrer Betriebe bedrohten Belegschaften »Die Treuhandpolitik war nicht das Optimale«, gab vor einiger Zeit selbst ein etablierter Wirtschaftshistoriker zu. Manchmal kommt von dieser Seite dann noch der Hinweis, die Privat... Mehr ...

  • 06.03.2010

    Nicht Fußnote, sondern Fußangel

    Von Siegfried Wolf

    Als gewissermaßen amtliche Generalbilanz gelebten Lebens der Ostdeutschen gilt allenthalben, es sei das »richtige Leben im falschen« gewesen. Bestenfalls. Was auch immer das heißen mag – gleichwertig dem altbundesdeutschen soll es wohl nicht gewesen sein. Nun hat der Magdeburger Historiker Helmut Asmus als vierten Band seiner wahrhaft monumentalen Geschichte Magdeburgs einen triftigen Kommen... Mehr ...

  • 06.03.2010

    WochenChronik

    5. März 1970: Der 1968 zwischen der UdSSR, den USA und Großbritannien ausgehandelte Atomwaffensperrvertrag tritt in Kraft. 7. März 1945: US-Truppen gelingt die Einnahme der Ludendorff-Eisenbahnbrücke bei Remagen, weil der von den Deutschen angebrachte Sprengsatz nicht zündet. 10. März 1990: Erstmals überfliegen Verkehrsflugzeuge der Fluggesellschaften der BRD und der DDR die deutsch-deutsche Grenz... Mehr ...

  • 27.02.2010

    Die Ruhrlade – Klub der Verbrecher

    Antifaschisten fordern eine Mahntafel am Ort der einstigen Villa Springorum in Dortmund
    Von Ulrich Sander

    Die stille, abseitig von Hektik gelegene Allee erlebte die Weimarer Zeit als Rathenauallee. Dann wurde daraus die Hitlerallee. Nach 1945 benannten die Dortmunder Stadtoberen die Straße in Hainallee um – wegen des Kaiserhains gegenüber im Westfalenpark. Hier stand früher eine Villa; heute gibt es nur noch den kleinen Park dort. In bitterer Kälte befestigte eine Gruppe Antifaschisten ein Schil... Mehr ...

  • 27.02.2010

    Die Schrecken der Oberschicht

    Das Symposion, geselliges Trinken und Essen, stand schon bei den reichen Griechen hoch im Kurs; Fresko 475 v. u. Z.
    Von Armin Jähne

    »Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein.« Wen meinte der FDP-Chef und deutsche Außenminister Guido Westerwelle damit? Und wie war es in Rom, das er zum Vergleich heranzog? Lebten in den Grenzen des gewaltigen römischen Imperiums tatsächlich alle Völker und Volksschichten in einem Wohlstand, der mit staatlicher Hilfe zu »spätrömischer Dekadenz« ausar... Mehr ...

  • 27.02.2010

    WochenChronik

    25. Februar 1925: Adolf Hitler, der nach zehn Monaten Festungshaft Ende 1924 vorzeitig entlassen wurde, gründet im Münchner Bürgerbräukeller die nach dem Putsch 1923 zerfallene NSDAP neu. 27. Februar 1955: Der Bundestag stimmt den Pariser Verträgen zu, die die Aufnahme der BRD in die NATO und die Stationierung alliierter Truppen auf deren Territorium vorsehen. 27. Februar 1975: Der Berliner CDU-Vo... Mehr ...

  • 20.02.2010

    Als gutes Beispiel empfohlen

    Von Jörg Roesler

    Über das Gerede von der maroden DDR-Wirtschaft ist vergessen, dass es eine Zeit gegeben hat, in der westdeutsche Firmen den ostdeutschen Staat für ein lukratives Investitionsgebiet hielten und bemüht waren, mit Kombinats- und Betriebsdirektoren ins Gespräch zu kommen – möglichst vor der Konkurrenz. Diese scheinbar ganz andere Zeit hatte am 20. November 1989 begonnen, als der gerade von der V... Mehr ...

  • 20.02.2010

    Frauen-Geschichte(n)

    Irena Sendler
    Von Martin Stolzenau

    In Polen und in Israel wird Irena Sendler als Heldin verehrt, weil sie während des Zweiten Weltkrieges 2500 jüdische Kinder rettete. Viele Überlebende des Holocaust nennen sie auch dankbar »Oskar Schindlers Schwester«. Irena Sendler wurde am 15. Februar 1910 in Otwock im damals russischen Teil Polens geboren. Sie absolvierte eine Ausbildung als Krankenschwester, erlebte die Nazibesetzung Polens ha... Mehr ...

  • 20.02.2010

    Das letzte Aufgebot der Räte

    Von Axel Berger

    Der Gründungskongress der Allgemeinen Arbeiter-Union Deutschlands (AAUD) vom 14. bis 16. Februar 1920 in Hannover endete, wie es sich für eine revolutionäre Organisation gehört. Die Polizei löste die Versammlung auf und verhaftete alle 150 Delegierten. Einer der bekanntesten Teilnehmer, der Pädagoge und ehemalige Reichstagsabgeordnete Otto Rühle, wurde gar in Ketten abgeführt. Bis dahin hatte der ... Mehr ...

  • 13.02.2010

    WochenChronik

    12. Februar 1825: Im Abkommen von Indian Springs werden die Creek-Indianer gezwungen, ihr Land in Georgia aufzugeben und nach Westen abgedrängt. 14. Februar 1950: Stalin und Mao Tsetung unterzeichnen einen Freundschafts- und Beistandspakt zwischen der UdSSR und der VR China. 15. februar 1880: Charles Summer Tainter und Alexander Graham Bell präsentieren in Washington das erste Funkgerät, das Sprac... Mehr ...

  • 13.02.2010

    »Kehrt zurück nach Deutschland!«

    Ehemaliger Fremdenlegionär, der die Seiten wechselte
    Von Ilona Schleicher

    »Kämpft nicht gegen den Freund des deutschen Volkes, Vietnam, kommt nach Hause, kehrt zurück nach Deutschland, hier wartet auf Euch ein ehrenhaftes und sinnvolles Leben.« – Mit diesem Aufruf wandte sich die damals noch provisorische Regierung der DDR vor 60 Jahren, am 2. Februar 1950, an die deutschen Soldaten in der französischen Fremdenlegion. Die DDR-Regierung erklärte ihre »Sympathie und... Mehr ...

  • 13.02.2010

    Das Feind- und das Selbstbild

    Von Manfred Weißbecker

    Im Wilhelminischen Kaiserreich und bis in die Zeit der nazifaschistischen Diktatur hinein formierten sich – in zahlreichen und zumeist kleineren Vereinen, Bünden, Orden, Glaubensgemeinschaften usw. – Kräfte, die sich selbst als »Völkische« bezeichneten und als »völkische Bewegung« in die Geschichte eingegangen sind. Mancher zweifelt vielleicht, ob man sich heute überhaupt noch mit den ... Mehr ...

  • 06.02.2010

    Eine Vergangenheit, die nie vergeht?

    Von Wilfriede Otto

    Am Mittwoch dem 8. Februar 1950 tagten die mehr als 300 Abgeordneten der Provisorischen Volkskammer der DDR, um ein Gesetz aus der Taufe zu heben, dessen Folgen bis heute die Geister scheiden. Der Wortlaut des Gesetzes: »Die bisher dem Ministerium des Innern unterstellte Hauptverwaltung zum Schutze der Volkswirtschaft wird zu einem selbständigen Ministerium für Staatssicherheit umgebildet. Das Ges... Mehr ...

  • 06.02.2010

    Schwerindustrie des Geistes

    Von Dieter Wittich

    Dass in der DDR sich laut Buchtitel eine so althergebrachte Wissenschaft wie die Logik »im Aufbruch« befunden haben soll, wird vermutlich professionellen Gegnern des vor zwei Jahrzehnten ausgelöschten Staates kaum genehm sein. Ihnen lägen da Vokabeln wie »Niedergang« oder sogar »Zerstörung« weit näher. Aber es war noch »schlimmer«: Die Logik als Wissenschaft war in der DDR nicht allein an mathemat... Mehr ...

  • 30.01.2010

    »Vater war von einer anderen Welt«

    Clara Lowy, emeritierte Professorin für Endokrinologie in London, mit ihren Söhnen vor dem Foto des Vaters in der Ausstellung »Weg mit Hitler – Schluss mit dem Krieg«, die derzeit im Rathaus Berlin-Lichtenberg zu sehen ist (Mo.-Fr. 8-18 Uhr)

    ND: Ihr Vater war Mitglied der Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation, einer der größten Widerstandsgruppierungen in Nazideutschland. Was weiß man über diese in Großbritannien? Lowy: Vom deutschen Widerstand weiß man bei uns so gut wie nichts. Allenfalls ist noch der Name Stauffenberg bekannt. Aber man hat keine Ahnung von der Bandbreite des Widerstandes, dass Menschen unterschiedlicher sozialer Herk... Mehr ...

  • 30.01.2010

    Wunderwaffe für den »Endsieg«

    Veit Harlan
    Von Kurt Laser

    Der Traum von der Weltherrschaft Deutschlands war bereits ausgeträumt, als eine der »Wunderwaffen« für den »Endsieg« eingesetzt wurde – der von Veit Harlan (1899-1964) gedrehte Ufa-Film »Kolberg«. Als der Streifen am 30. Januar 1945 in der französischen Festung La Rochelle und in Berlin in einer Doppelpremiere aufgeführt wurde, bereitete die Rote Armee bereits den Sturm auf die Reichshauptst... Mehr ...

  • 30.01.2010

    WochenChronik

    29. Januar 1950: Aus Protest gegen den Eintritt der BRD in die NATO wird in der Frankfurter Paulskirche ein »Deutsches Manifest« verabschiedet, zu dessen Unterzeichnern der Theologe Helmut Gollwitzer sowie die Politiker Gustav Heinemann und Erich Ollenhauer gehören. Ihre Sorge: Blockbindung würde die deutsche Wiedervereinigung gefährden. 30. Januar 1945: Das von sowjetischen Torpedos getroffene Pa... Mehr ...

  • 23.01.2010
    Dokumentiert

    Gleichheit und Freiheit

    Viktor Agartz (Mitte) 1957 mit seinen Verteidigern Diether Posser (links) und Gustav Heinemann

    Die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen hat dieser Tage den Politikwissenschaftler Gregor Kritidis mit ihrem Wissenschaftspreis 2010 ausgezeichnet. Gewürdigt wird Kritidis' Dissertation über die linkssozialistische Opposition in der Ära Adenauer. Kritidis, 1971 in Hameln geboren, studierte in Hannover, gehört der Loccumer Initiative Kritischer WissenschaftlerInnen an und arbeitet beim Online-Magazin www.sopos.org mit – sopos steht für Sozialistische Positionen. Seit 2008 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politische Wissenschaft der Leibniz-Universität Hannover. Er ist Mitherausgeber der Schriften Peter von Oertzens. Seine nunmehr preisgekrönte Dissertation »Linkssozialistische Opposition in der Ära Adenauer. Ein Beitrag zur Frühgeschichte der Bundesrepublik« erschien 2008 im Offizin-Verlag Hannover. Im Folgenden dokumentieren wir die gekürzte Rede von Gregor Kritidis bei der Preisverleihung in Leipzig. Mehr ...

  • 23.01.2010

    Von der Schuld des Westens

    Nachkriegspolitik per Dekrete – für ein Volk, das Hitler gewählt hatte
    Von Rolf Badstübner

    Gestüzt auf langjährige Archivstudien und gründliche Auswertung der Forschungsliteratur, aber bei immer noch prekärer Quellenlage, legt Jochen Laufer eine Gesamtdarstellung der sowjetischen Außen- und insbesondere Deutschlandspolitik von 1939 bis 1945 vor. Darin geht er der Frage nach, wie es dazu kommen konnte, dass die UdSSR aus dem »Vaterländischen Krieg« mit seinem »Stalin-Effekt« zu einer Wel... Mehr ...

  • 23.01.2010

    »So lange kindisch mit Blut befleckt«

    Von Gerd Fesser

    Insbesondere seit vorigem Jahr gibt es an der Greifswalder Universität Streit um den Namensgeber Ernst Moritz Arndt. Ein Teil der Studenten und Professoren fordert, die Almer Mater solle sich umbenennen. Zur Begründung verweisen sie auf franzosenfeindliche und antisemitische Äußerungen des Namenspatrons. Die Abstimmung jüngst zeigte jedoch, dass nur eine Minderheit der Studierenden die Position de... Mehr ...

  • 23.01.2010

    WochenChronik

    22. Januar 1905: Soldaten des Zaren zerschlagen mit brutaler Gewalt eine friedliche Demonstration von 30 000 Arbeitern vor dem Winterpalais in St. Petersburg; der Tag geht als »Blutsonntag« in die Geschichte ein. 24. Januar 1935: In Richmond (Virginia) gibt es das erste Dosenbier. 25. Januar 1890: Der Deutsche Reichstag lehnt die von Kanzler Otto von Bismarck eingebrachte Vorlage über die Verlänge... Mehr ...

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