Nach Ansicht des höchsten Gerichts der Vereinten Nationen hätte Italien keine Klagen von Opfern von Naziverbrechen zulassen dürfen. Damit muss Deutschland keine weiteren Entschädigungen leisten. Menschenrechtler und Opferanwälte kritisieren diese Grundsatzentscheidung als Rückschritt im Völkerrecht.
Sie ist bekannt für ihre revisionistischen Äußerungen: In unschöner Regelmäßigkeit macht die CDU-Bundestagsabgeordnete und Vertriebenenfunktionärin Erika Steinbach durch krude Bemerkungen zur deutschen Geschichte auf sich aufmerksam. Nun sorgte sie im Internetnachrichtendienst »Twitter« für einen Eklat.
Vor genau drei Monaten begannen sich Konturen eines politischen Skandals abzuzeichnen, der bleibende Schatten auf den Rechtsstaat und jene wirft, die vorgeben, ihn zu schützen. Nach einem Banküberfall in Eisenach, dem Tod der beiden Räuber und einem Wohnungsbrand in Zwickau wurde rasch klar, dass Mitglieder eines Neonazi-Netzwerk jahrelang unbehelligt mordend durch Deutschland zogen. Sie haben mindestens zehn Menschenleben auf dem Gewissen. Anmerkungen von RENÉ HEILIG.
Die Kanzlerin wirbt um Investoren aus dem Reich der Mitte, während die Bundesbürger sich mehrheitlich wünschen, dass die Chinesen dem deutschen Markt fernbleiben mögen. Dabei haben sie hier längst Fuß gefasst.
Berlin (dpa/nd). Eigentlich wollte Karl-Theodor zu Guttenberg in Berlin in aller Ruhe über Internetthemen sprechen - dann landete eine Torte im Gesicht des Ex-Verteidigungsministers. Der EU-Berater für Internetfragen hatte sich am Donnerstag mit dem Piraten-Politiker und Netzaktivisten Stephan Urbach in einem Café in Berlin-Friedrichshain getroffen, als er, wie es später im Internet hieß, »getortet« wurde ...
nd: Wie kamen Sie dazu, über Klaus Barbie zu forschen?Hammerschmidt: Ein Hauptseminar an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz über die deutsche Südamerika-Auswanderung im 19. und 20. Jahrhundert hat mein Interesse an den »Rattenlinien« geweckt. Die »Rattenlinien« waren die von westlichen Geheimdiensten, dem Roten Kreuz und dem Vatikan initiierten Fluchtrouten, über die hochrangige NS-Funktionäre nach 1945 nach Südamerika und somit einer Strafverfolgung entkamen ...
Nachdem Mario Barth dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern der »Linksjugend ['solid]« untersagte, in seiner publizistischen Arbeit ein Bild von ihm zu verwenden, klagt der Jugendverband nun seinerseits gegen den Komiker.
Dresden/Jena (dpa/nd). Rechtsextreme haben ihren geplanten Aufmarsch am 18. Februar in Dresden abgesagt. »Es liegen derzeit keine Anmeldungen aus dem rechten Lager mehr vor«, sagte Rathaussprecher Kai Schulz am Freitag. Die »Junge Landsmannschaft Ostdeutschland« habe sämtliche Anmeldungen für den 11 ...
Ein gemeinsamer Antrag von Linkspartei, Grünen und SPD für eine Straßenumbenennung zu Ehren der 2009 aus rassistischen Motiven ermordeten Marwa El-Sherbini ist im Dresdner Stadtrat gescheitert - am Widerstand der CDU-Fraktion. Die Christdemokraten schieben in diesem Zusammenhang eine »Kommunikationspanne« als Ursache vor.
Im rot-rot regierten Brandenburg ist der Umgang mit der DDR-Vergangenheit ein zentrales Thema der Opposition. In dieser Woche ging es um eine CDU-Anfrage zum Umgang mit den Akten der früheren Erfassungsstelle Salzgitter.
Schwerin (dpa/nd). Der NPD-Fraktionschef im Schweriner Landtag, Udo Pastörs, ist wegen der Verletzung der Ordnung von drei Plenarsitzungen ausgeschlossen worden. Das Präsidium ahndete damit am Donnerstagabend rückwirkend Einlassungen des NPD-Politikers in einer Debatte vom Vortag. In einem Antrag hatte die NPD-Fraktion eine Präsidentenanklage gegen Bundespräsident Christian Wulff gefordert, der wegen der Annahme eines Privatkredits und des Versuchs der Medienbeeinflussung in der Kritik steht ...
Seit 1920 haben Schwedens Sozialdemokraten über 70 Jahre zumeist allein regiert. Die beiden Wahlen seit 2006 haben sie jedoch gegen das Mitte-Rechts-Lager von Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt verloren. Nach jüngsten Umfragen sind sie in der Wählergunst unter 25 Prozent gerutscht. Vom »Schwedischen Modell« ist nichts mehr übrig. Der Rückbau des Sozialstaats spielt auch rechten Parteien und Kräften in die Hände, die in Skandinavien an Zustimmung gewinnen.
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