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  • 04.02.2012

    NS-Opfer gehen leer aus

    UN-Gerichtshof verwarf italienische Urteile gegen Deutschland zu Entschädigungszahlungen

    Der Prozess vor dem IGH wurde immer wieder von Protestaktionen wie hier an der Neuen Wache in Berlin begleitet.
    Von Katja Herzberg

    Nach Ansicht des höchsten Gerichts der Vereinten Nationen hätte Italien keine Klagen von Opfern von Naziverbrechen zulassen dürfen. Damit muss Deutschland keine weiteren Entschädigungen leisten. Menschenrechtler und Opferanwälte kritisieren diese Grundsatzentscheidung als Rückschritt im Völkerrecht.

  • 04.02.2012

    Twittern in Fraktur

    CDU-Politikerin Erika Steinbach nennt NSDAP im Internet »linke Partei«

    Twittern in Fraktur

    Sie ist bekannt für ihre revisionistischen Äußerungen: In unschöner Regelmäßigkeit macht die CDU-Bundestagsabgeordnete und Vertriebenenfunktionärin Erika Steinbach durch krude Bemerkungen zur deutschen Geschichte auf sich aufmerksam. Nun sorgte sie im Internetnachrichtendienst »Twitter« für einen Eklat.

  • 04.02.2012

    Spuren des NSU verlieren sich

    Statt Transparenz bei der Aufklärung des rechtsextremistischen Terrors wird vertuscht und gelogen

    Spuren des NSU verlieren sich

    Vor genau drei Monaten begannen sich Konturen eines politischen Skandals abzuzeichnen, der bleibende Schatten auf den Rechtsstaat und jene wirft, die vorgeben, ihn zu schützen. Nach einem Banküberfall in Eisenach, dem Tod der beiden Räuber und einem Wohnungsbrand in Zwickau wurde rasch klar, dass Mitglieder eines Neonazi-Netzwerk jahrelang unbehelligt mordend durch Deutschland zogen. Sie haben mindestens zehn Menschenleben auf dem Gewissen. Anmerkungen von RENÉ HEILIG.

  • 04.02.2012

    Chance oder Ausverkauf?

    Milliarden aus Fernost: Chinesische Investoren drängen auf den deutschen Markt

    Chance oder Ausverkauf?
    Von Fabian Lambeck

    Die Kanzlerin wirbt um Investoren aus dem Reich der Mitte, während die Bundesbürger sich mehrheitlich wünschen, dass die Chinesen dem deutschen Markt fernbleiben mögen. Dabei haben sie hier längst Fuß gefasst.

  • 04.02.2012

    Guttenberg getortet

    Sahnige Kritik von Netzaktivisten an EU-Berater für Internetfragen

    Guttenberg getortet

    Berlin (dpa/nd). Eigentlich wollte Karl-Theodor zu Guttenberg in Berlin in aller Ruhe über Internetthemen sprechen - dann landete eine Torte im Gesicht des Ex-Verteidigungsministers. Der EU-Berater für Internetfragen hatte sich am Donnerstag mit dem Piraten-Politiker und Netzaktivisten Stephan Urbach in einem Café in Berlin-Friedrichshain getroffen, als er, wie es später im Internet hieß, »getortet« wurde ...

  • 04.02.2012

    Aufklärung unerwünscht?

    Peter Hammerschmidt über Barbie und den Verfassungsschutz

    Aufklärung unerwünscht?

    nd: Wie kamen Sie dazu, über Klaus Barbie zu forschen?Hammerschmidt: Ein Hauptseminar an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz über die deutsche Südamerika-Auswanderung im 19. und 20. Jahrhundert hat mein Interesse an den »Rattenlinien« geweckt. Die »Rattenlinien« waren die von westlichen Geheimdiensten, dem Roten Kreuz und dem Vatikan initiierten Fluchtrouten, über die hochrangige NS-Funktionäre nach 1945 nach Südamerika und somit einer Strafverfolgung entkamen ...

  • 04.02.2012

    Barth bleibt hart

    Jugendverband Solid verklagt den Komiker auf Schadenersatz

    Von Ralf Hutter

    Nachdem Mario Barth dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern der »Linksjugend ['solid]« untersagte, in seiner publizistischen Arbeit ein Bild von ihm zu verwenden, klagt der Jugendverband nun seinerseits gegen den Komiker.

  • 04.02.2012

    Nazis sagen ab, Jena mobilisiert

    Dresden/Jena (dpa/nd). Rechtsextreme haben ihren geplanten Aufmarsch am 18. Februar in Dresden abgesagt. »Es liegen derzeit keine Anmeldungen aus dem rechten Lager mehr vor«, sagte Rathaussprecher Kai Schulz am Freitag. Die »Junge Landsmannschaft Ostdeutschland« habe sämtliche Anmeldungen für den 11 ...

  • 04.02.2012

    Eklat im Dresdner Stadtrat

    CDU verhindert, dass eine Straße nach der 2009 ermordeten Marwa El-Sherbini benannt wird

    Eklat im Dresdner Stadtrat
    Von Robert Meyer

    Ein gemeinsamer Antrag von Linkspartei, Grünen und SPD für eine Straßenumbenennung zu Ehren der 2009 aus rassistischen Motiven ermordeten Marwa El-Sherbini ist im Dresdner Stadtrat gescheitert - am Widerstand der CDU-Fraktion. Die Christdemokraten schieben in diesem Zusammenhang eine »Kommunikationspanne« als Ursache vor.

  • 04.02.2012

    Nachgefragt in Salzgitter

    Brandenburger Minister erklärt Einstellungspraxis

    Von Wilfried Neiße

    Im rot-rot regierten Brandenburg ist der Umgang mit der DDR-Vergangenheit ein zentrales Thema der Opposition. In dieser Woche ging es um eine CDU-Anfrage zum Umgang mit den Akten der früheren Erfassungsstelle Salzgitter.

  • 04.02.2012

    Landtag ohne Pastörs

    Schweriner NPD-Politiker muss draußen bleiben

    Schwerin (dpa/nd). Der NPD-Fraktionschef im Schweriner Landtag, Udo Pastörs, ist wegen der Verletzung der Ordnung von drei Plenarsitzungen ausgeschlossen worden. Das Präsidium ahndete damit am Donnerstagabend rückwirkend Einlassungen des NPD-Politikers in einer Debatte vom Vortag. In einem Antrag hatte die NPD-Fraktion eine Präsidentenanklage gegen Bundespräsident Christian Wulff gefordert, der wegen der Annahme eines Privatkredits und des Versuchs der Medienbeeinflussung in der Kritik steht ...

  • 04.02.2012
    Schwedischer Sozialismus

    Ende einer Vision

    Schwedens »Kapitalismus mit sozialem Antlitz« scheiterte in erster Linie an systemimmanenten Widersprüchen

    Ende einer Vision
    Von Edeltraut Felfe

    Seit 1920 haben Schwedens Sozialdemokraten über 70 Jahre zumeist allein regiert. Die beiden Wahlen seit 2006 haben sie jedoch gegen das Mitte-Rechts-Lager von Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt verloren. Nach jüngsten Umfragen sind sie in der Wählergunst unter 25 Prozent gerutscht. Vom »Schwedischen Modell« ist nichts mehr übrig. Der Rückbau des Sozialstaats spielt auch rechten Parteien und Kräften in die Hände, die in Skandinavien an Zustimmung gewinnen.

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»Handygate« und Funkzellenabfragen

Innerhalb von vier Jahren hat die Berliner Polizei massenhaft Mobilfunkdaten von Handynutzern in Berlin ausgespäht. Autobrandstifter sollten so ermittelt werden - erfolglos. Dennoch sei diese Ermittlungsmethode üblich und rechtmäßig, heißt es offiziell. Bereits vor knapp einem Jahr ermittelte die Dresdener Staatsanwaltschaft per »Handygate« gegen Nazi-Protestierer im Rahmen von »Dresden Nazifrei«.

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04.02.2012 | Marcus Meier

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