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Übersicht: Panorama

  • 18.03.2010

    Bertolt Brecht und die Physik

    Von Martin Koch

    Im Jahr 1930 hielt Albert Einstein an der Marxistischen Arbeiterschule (MASCH) in Berlin einen Vortrag über Kausalität. Unter seinen Zuhörern war auch Bertolt Brecht, der den Schöpfer der Relativitätstheorie damals vorbehaltlos bewunderte und sich New Yorker Theaterleuten 1935 mit den Worten vorstellte: »Ich bin der Einstein der neuen Bühnenform.«1941 siedelte Brecht nach Kalifornien über. Doch se... Mehr ...

  • 17.03.2010

    »Die Liebe siegt immer«

    Mit solch einem Geschoss wurde Berlusconi beworfen.
    Von Anna Maldini, Rom

    »Die Liebe siegt immer über den Neid und den Hass« – ein Buch mit diesem wunderbaren Titel ist derzeit in Italiens Buchhandlungen für 15 Euro zu kaufen. Auf dem Titelblatt das Bild eines jungen und faltenlosen Silvio Berlusconi; und Silvio Berlusconi ist auch der Autor des 262 Seiten dicken Werks. »Herr Präsident, ich kenne Sie nicht persönlich, aber seit 15 Jahren bin ich auf Ihrer Seite. I... Mehr ...

  • 16.03.2010

    Marskanäle durch Lava entstanden

    Von Martin Koch

    Im Sommer 1877 machte der italienische Astronom Giovanni Schiaparelli (1835-1910) eine merkwürdige Entdeckung: Als er sein Fernrohr auf den Mars richtete, stellte er dort eine Vielzahl von schmalen, dunklen Linien fest. Zunächst hielt er diese für natürlich entstandene Wasserwege. Später vertrat er die Auffassung, dass die Kanäle von intelligenten Marsbewohnern angelegt worden seien, um das Wasser... Mehr ...

  • 11.03.2010

    Ein »Denkmal« für die Tonga

    Das »Tonga-Denkmal« vor dem Punjabi-Restaurant in Gurgaon
    Von Hilmar König, Delhi

    Als die Betreiber des rustikalen Punjabi-Spezialitätenrestaurants im modernen Stadtgebiet von Gurgaon im Unionsstaat Haryana vor ein paar Jahren als »Lockvogel« für ihre Gäste vor dem Eingang ihres Etablissements eine »Tonga« – die traditionelle nordindische Droschke samt Pferd und Kutscher – installieren ließen, ahnten sie wohl nicht, dass sie damit dem originellen zweirädrigen Gefähr... Mehr ...

  • 10.03.2010

    Geniale Verschlusssache

    Von Martin Koch

    Um Kleidung bei Kälte möglichst dicht verschließen zu können, entwickelten unsere Vorfahren vor tausenden Jahren eine Technik, die man heute als »Knebelverschluss« bezeichnet. Sie nähten, wie Grabfunde belegen, auf einen Teil der Kleidung Knochen- oder Holzstücke und verbanden diese mit einer Sehnenschlinge, die sich auf einem zweiten Kleidungsstück befand. Knöpfe im engeren Sinne, etwa aus Bernst... Mehr ...

  • 09.03.2010

    Nicht Beben töten, sondern Häuser

    Manche Häuser sind unversehrt, andere vollständig zerstört.
    Von Mahmut Bozarslan, AFP

    Als Zeynep Yüksel am frühen Morgen wach wird, wackelt das ganze Haus. Die Möbel werden durcheinander geworfen, der Fernseher zerbirst. »Ich hatte große Angst«, berichtet die junge Frau einige Stunden später. Ihr Heimatdorf Okcular im Südosten der Türkei ist durch den Erdstoß der Stärke 6,0 größtenteils zerstört worden.Yüksel gehört zu den Glücklichen, die überlebt haben: In Okcular und einigen Nac... Mehr ...

  • 09.03.2010

    Ein Oberst packt aus

    Kim Il Sung (sitzend) mit seinem Sohn und Nachfolger Kim Jong Il
    Von Daniel Kestenholz

    16 Jahre lebte er untergetaucht – als »Maulwurf« – in Österreich, jetzt traute er sich an die Öffentlichkeit: Der ehemalige nordkoreanische Oberst Kim Jong Ryul hat ein Buch vorlegen lassen, das den Lebensstil des 1994 verstorbenen »Großen Führers« und »ewigen Präsidenten« der KDVR, Kim Il Sung, dokumentieren soll. Zwar verurteilte Kim westliche Dekadenz, wollte aber selbst offenbar ni... Mehr ...

  • 03.03.2010

    Thor und Freja bringen Brown in Gefahr

    Von Andreas Knudsen

    Thor und Freja machen Brown und Balkenende das Leben schwer. Ein Jahrtausend nach der offiziellen Bekehrung zum Christentum feiern Islands Asagläubige ihren größten Triumph.Hilmar Örn Hilmarsson erklärte in der vorigen Woche den Zuschauern des isländischen Fernsehens, warum Gordon Brown Gefahr läuft, die Regierungsmacht zu verlieren, die holländische Regierung zurücktreten musste und Europa einen ... Mehr ...

  • 02.03.2010

    »Xynthia« legte Verkehr lahm

    Sturmtief »Xynthia« erreichte binnen Stunden Orkanstärke
    Von Sarah Liebigt, Köln

    Nachdem sich die Türen des ICE von Köln nach Berlin bereits geschlossen hatten, ertönte die Durchsage: »Bitte alle wieder aussteigen, dieser Zug endet hier.« Am Sonntagnachmittag herrschten auf sämtlichen Bahnsteigen Gedränge und allgemeine Ratlosigkeit. Im überfüllten Eingangsbereich des Kölner Hauptbahnhofes gab eine kleine Laufschrift auf der Anzeige Auskunft: »Zur Zeit in NRW kein Zugverkehr w... Mehr ...

  • 24.02.2010

    Protest gegen Berlusconis New Towns

    Von Anna Maldini, Rom

    In L'Aquila regt sich Widerstand. Die Einwohner der Stadt in Mittelitalien, die vor knapp einem Jahr von einem Erdbeben zerstört wurde, protestieren gegen die Politik der Regierung, die aus der Aquila ein Vorzeigeobjekt gemacht aber das Grundbedürfnis der Menschen offensichtlich vergessen hat: Sie wollen ihre Stadt zurück.»Ich habe einen Traum: L'Aquila«. So steht es auf einem Zettelchen, dass jem... Mehr ...

  • 23.02.2010

    Dramatischer Kulturverlust

    Von Martin Koch

    Nach der Sintflut, erzählt die Bibel, begannen die Menschen einen Turm zu bauen, der bis in den Himmel reichen sollte. Gott war über diese Anmaßung so erzürnt, dass er die zuvor einheitliche Sprache der Bauleute verwirrte und diese über die gesamte Erde zerstreute. Seitdem reden die Menschen in verschiedenen Regionen unterschiedliche Sprachen. Im Ergebnis zumindest stimmt der biblische Mythos mit ... Mehr ...

  • 23.02.2010

    Es zischt gewaltig ...

    Das multikulturelle Georgetown feiert ein fröhliches Straßenfest.
    Von Michael Lenz, Georgetown

    Die chinesischen Austernomelettes, die Herr Lee in seiner Garküche in der Aceh-Straße in der Altstadt von Georgetown brutzelt, sind heiß begehrt. Es zischt gewaltig, wenn er die weiße flüssige Stärke in die Pfanne gießt, zwei Eier drüberschlägt, aus dem mit Austernfleisch gefüllten Plastikeimer eine Kelle Austern dazugibt, diese mit einem Schuss Sambalsauce würzt und kurz anbrät. Fertig ist eine P... Mehr ...

  • 18.02.2010

    Die Quälerei hat ein Ende …

    Von Hilmar König, Delhi

    Im nächsten Monat, ist sich Kartik Satyanarayanan von Wildlife SOS in Indien sicher, wird die jahrhundertealte Tradition, gefangene Bären vor Schaulustigen auftreten zu lassen, endgültig der Vergangenheit angehören. Dann will die Organisation, die unterstützt wird von Tierschutzgruppen aus Australien, Frankreich und Großbritannien sowie vom einheimischen Ministerium für Umwelt und Forsten, den let... Mehr ...

  • 17.02.2010

    »Berg ist schneller als die Regierung«

    Spur der Verwüstung in San Fratello
    Von Anna Maldini, Rom

    In Süditalien haben die starken Regenfälle der letzten Wochen zu zahlreichen Erdrutschen geführt. Fast 5000 Menschen mussten jetzt ihre Häuser verlassen, mehrere Ortschaften sind isoliert. Und wieder einmal war die prekäre hydrogeologische Situation der Gegend bekannt und es ist reines Glück, dass – zumindest bisher – keine Menschen umgekommen sind.Maierato (Kalabrien) ist eine Geister... Mehr ...

  • 16.02.2010

    Lokführer übersah Stoppsignal

    Ein Bild des Schreckens bot sich den Rettungskräften am Ort des schweren Unglücks.

    Menschliches Versagen ist der Grund für eines der schwersten Zugunglücke in Belgien seit Jahrzehnten. Einer der beiden Lokführer habe ein Stoppsignal übersehen, sagte der Gouverneur von Flämisch-Brabant, Lodewijk De Witte, am Montag. Bei dem Unglück kamen viele Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Genaue Zahlen über Tote und Verletzte gab es bislang nicht. Im morgendlichen Beruf... Mehr ...

  • 16.02.2010

    Geteilte Lust auf Karneval

    Für Nachwuchs bei den Karnevalisten ist gesorgt.
    Von Martin Koch

    Trotz Schnees und Kälte feierten in den Karnevalshochburgen hunderttausende Menschen ausgelassen Rosenmontag. Zum größten Zug in Köln kamen rund eine Million Zuschauer. Mehr ...

  • 11.02.2010

    Bitte mit Büffelmozzarella!

    Von Anna Maldini, Rom

    Welches italienisches Wort ist in der Welt am bekanntesten? Richtig: Pizza! Übrigens gefolgt von Cappuccino, Spaghetti und Espresso. Und welche Pizza isst man in der Welt am häufigsten? Hier streiken die Statistiker zwar, aber rein gefühlsmäßig dürfte das wohl die »Pizza Napoli« bzw. »Pizza Napoletana« sein.Und nun weiß jeder Europäer endlich, was eine wirkliche Pizza Napoli ist und wie sie auszus... Mehr ...

  • 10.02.2010

    Wissenschaft contra Astrologie

    Von Martin Koch

    Um Anerkennung in der Wissenschaft zu finden, bemühen Astrologen gern die Statistik. Denn sie hoffen, dadurch signifikante Übereinstimmungen zwischen dem Stand der Planeten und den Verhaltensweisen von Menschen »objektiv« nachweisen zu können. Auch der französische Psychologe Michel Gauquelin unternahm vor Jahren einen solchen Versuch und entdeckte dabei den sogenannten Mars-Effekt. Danach wurden ... Mehr ...

  • 09.02.2010

    Grönländische Spurensuche in Kopenhagen

    Gedenken an die Forscher der »Danmarksexpedition«
    Von Andreas Knudsen, Kopenhagen

    Seit fast 300 Jahren ist Grönland ein Teil Dänemarks – zunächst als Kolonie, ab 1953 als Landesteil und seit 21. Juni 2009 als autonomer Teil des Königreiches. Handel und Wandel, wissenschaftliche Forschung und nicht zuletzt daraus hervorgegangene familiäre Bande sind intensiv gewesen. Über die weite Teile der dänischen Hauptstadt verteilt gibt es Spuren, die daran erinnern. Mehr ...

  • 04.02.2010

    Schneemassen mit Folgen

    Was getan werden muss, ...

    Schneemassen haben in Deutschland mehrere Dächer einstürzen lassen und wieder Chaos auf den Straßen verursacht. Glätte führte zu Staus und Unfällen, bei denen mindestens zwei Menschen starben. Auf der Sauerlandlinie A 45 mussten Hunderte von Autofahrern stundenlang in der Kälte ausharren. Unterdessen bekommt die vom Eis eingeschlossene Ostseeinsel Hiddensee Hilfe von der Bundeswehr.Einige sind fro... Mehr ...

  • 03.02.2010

    »Cash for Work« hilft Haitianern

    UN-Blauhelme überwachen die Verteilung der Lebensmittel.

    Bei der Versorgung der Erdbebenopfer in Haiti haben die Vereinten Nationen mehr Probleme als erwartet. »Es gibt täglich neue Schwierigkeiten. Vor allem die Verteilung der Lebensmittel macht bei einer solch unglaublichen Katastrophe Probleme«, sagte UN-Missionschef Edmond Mulet am Montag. »Schwierigkeiten macht vor allem, dass die Leute umherziehen. Dadurch ist es sehr schwer zu erfassen, wo genau ... Mehr ...

  • 03.02.2010

    Würdevoll schlafen in Palermo

    Von Anna Maldini, Rom

    Wer in Palermo mafiafrei übernachten, essen oder einkaufen will, hat jetzt die Möglichkeit dazu. Die Gruppe »Addio Pizzo« (Schluss mit dem Schutzgeld) hat mit Hilfe der Deutschen Botschaft in Rom einen besonderen Stadtplan herausgegeben.Wenn man in der Pension »Atlante« übernachtet, kann man sicher sein, dass die Eigentümer kein Schutzgeld an die Mafia zahlen und man die Organisierte Kriminalität ... Mehr ...

  • 02.02.2010

    Weißer und kälter dank »Daisy«

    Des einen Leid, des anderen Freud: Tausende spazieren in Hamburg über die zugefrorene Außenalster.
    Von Martin Koch

    Statistisch gesehen ist der Januar hierzulande der kälteste Monat des Jahres – mit einer Durchschnittstemperatur von minus 0,5 Grad Celsius. In diesem Jahr allerdings fiel er noch kälter, schneereicher und trüber aus als gewöhnlich. Schuld daran war das Sturmtief »Daisy«, das im ersten Monatsdrittel vom westlichen Mittelmeer heranzog. Im Norden kam es daraufhin zu schweren Stürmen mit meterh... Mehr ...

  • 02.02.2010

    Alarm für griechische Tierwelt

    Die Mittelmeer-Mönchsrobbe ist vom Aussterben bedroht.
    Von Anke Stefan, Athen

    Die Vielfalt der Tierwelt in Griechenland, an der Schnittstelle zwischen Europa, Asien und Afrika gelegen, ist einzigartig. So manches Reptil und eine ganze Reihe Fisch- und Vogelarten kommen nur hier, teilweise nur in begrenzten Regionen des Landes vor. Um so besorgniserregender ist, dass mehrere hundert der fast tausend untersuchten Tierarten im neuen »Rotbuch der bedrohten Arten in Griechenland... Mehr ...

  • 28.01.2010

    Haus in Lüttich begrub Bewohner

    Nur Ruinen blieben von dem Wohnhaus übrig.

    Ein junges Mädchen ist mehrere Stunden nach einer Explosion in der Lütticher Innenstadt lediglich leicht verletzt aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses geborgen worden. Mindestens 22 weitere Menschen wurden nach dem vermutlich auf Gas zurückgehenden Unglück am frühen Mittwochmorgen im Krankenhaus behandelt, wie die Polizei der ostbelgischen Stadt bekanntgab. Wie Augenzeugen berichteten, ließ... Mehr ...

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