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Proteste gegen Räumung von Beduinendorf

Tel Aviv. Bei Protesten gegen die geplante Räumung eines Beduinendorfs im Westjordanland sind 35 Menschen verletzt worden. Vier davon mussten ins Krankenhaus gebracht worden, wie der palästinensische Rettungsdienst Roter Halbmond am Mittwoch mitteilte. Israel will die Beduinensiedlung Chan Al-Achmar östlich von Jerusalem mit fast 200 Bewohnern räumen. Die Menschen sollen stattdessen auf ein Grundstück wenige Kilometer entfernt umziehen. Am Mittwoch fuhren Baufahrzeuge in dem Gebiet auf, wie Bilder im Internet zeigten. Die israelische Polizei teilte lediglich mit, dass dort bei Unruhen zwei Menschen verhaftet worden seien. Es seien Steine auf Polizisten geworfen worden. Die EU und die Bundesregierung haben die geplante Zwangsumsiedlung der Menschen bereits scharf kritisiert. Das Höchste Gericht Israels hatte Ende Mai entschieden, die Beduinen hätten ohne entsprechende Genehmigung gebaut, Israel dürfe das Dorf räumen. dpa/nd