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Kunst & Kritik

Schröder

Die Gerd-Show

Maschmeyer als Krisenmanager, »Fördern und Fordern« für Infizierte, eine Scorpions-Hymne und am Ende ein Basta-Machtwort - mit Kanzler Schröder wäre die Corona-Seuche viel angenehmer gewesen.

Von Andreas Koristka
Vagabunden

»Generalstreik das Leben lang!«

Was wollten die Vagabunden 1929 in Stuttgart? Nichts weniger als die Weltrevolution. Auch forderten sie »die Nichtachtung und Nichtschützung der Grenzen!« Ein neues Buch entdeckt die vergessene Bewegung wieder.

Von Thomas Wagner
US-Wahlkampf

Wahlkampf aus dem Keller

Joe Biden kann in Pandemiezeiten kaum Wahlkampf machen, führt aber trotzdem die Umfragen an. Der Grund ist die Selbstdemontage von Donald Trump. Derweil wird fleißig spekuliert, wer seine Vizepräsidentin werden könnte.

Von Max Böhnel und Moritz Wichmann

Mit blauer Sonnenbrille

Kennen Sie Jürgen Ploog? Er war ein Pionier der deutschen Beat-Literatur, schrieb 1969 das erste deutsche Cut-up-Buch und flog als Pilot sein Vorbild William S. Burroughs durch die Gegend. Nun ist er mit 85 Jahren gestorben.

Von Enno Stahl
Musik

Es hat Bumm gemacht!

Zwischen Tanztee, Palmentapete und Sterbehilfe: Die Calimeros aus der Schweiz schunkeln sich seit Jahrzehnten durch die Welt. Soeben erschien ihre 47. Schallplatte. Oder ist es ihre 48.? So genau weiß man das nicht.

Von Thilo Bock
Rainer Werner Fassbinder

Geld und Gefühl zeugen Gewalt

Rainer Werner Fassbinder mag in seinen Filmen immerzu Außenseiter porträtiert haben, aber er zielte mit seinem Werk ins Herz der vom Kapital unterjochten Gesellschaft. Am Sonntag wäre er 75 Jahre alt geworden.

Von Stefan Ripplinger

Lockdown im Hinterhof

Gerade jetzt im Lockdown ist es ein Segen, dass unsere Wohnung in Berlin-Wedding im Erdgeschoss-Parterre ist und die Kinder einfach durch die Wohnzimmertür in den Hinterhof können. Allerdings hat der seine Tücken. Denn nebenan sitzen zwei alte Schranzen, die den Kindern...

Von Heiko Werning
Geschichtspolitik

Gegen das Böse hilft keine Impfung

Die US-amerikanische jüdische Philosophin Susan Neiman ist zwar nicht der Ansicht, dass Deutschland Weltmeister in der Vergangenheitsaufarbeitung ist. Aber andere Staaten und Nationen, vor allem die USA, könnten vom Umgang der Deutschen mit ihren dunkelsten Kapiteln der Geschichte lernen.

Von Karlen Vesper

Lebbe geht weider

Die Fußballbundesliga geht weiter. »Lebbe geht weider«, wie es der legendäre Eintracht-Frankfurt-Trainer Dragoslav Stepanović vor fast 30 Jahren formuliert hat. Nur ist in der Pandemie beides getrennt: Fußball ist nicht mehr unser Leben, leider. Das findet irgendwo ande...

Körper

Der Ekel

Nicht erst die gegenwärtige Pandemie hat unser Verhältnis zum Körper verändert: Distanz hat sich nicht erst mit Corona, sondern mit der postindustriellen Wirtschaft und der technisierten und atomisierten Gesellschaft 
durchgesetzt.

Von Stefan Ripplinger
Einstürzende Neubauten

Musik sollte das nicht sein

Die Einstürzenden Neubauten wollten früher in den Untergang tanzen: Als sie sich gründeten, glaubten sie, dass bald die Welt untergeht. Oder zumindest Westberlin im Atomkrieg versinkt. Jetzt ist die Band 40.

Von Christof Meueler
Männerwelten

Das Monster

Nach «Männerwelten» heißt es wieder, das seien die «verrückten» Männer, die «kranken» Männer«, die »Arschlöcher«, die Monster. Aber wenn jede Frau* eine Geschichte über Belästigung erzählen kann, sind die Täter keine Ausnahmen.

Von Paula Irmschler
Oper

Selbstreflexion mit Wagner-Häppchen

Alexander Kluge dekonstruiert das Musiktheater: Seine neue Ausstellung reißt uns die Operngläser von den Augen: Für einen neuen, ungeschönten Blick auf die großen Bühnen, die großen Orchester und die großen Gefühle

Von Georg Leisten
Interview

Stalking ist ein Angriff auf die Psyche

»Ich habe die Kontrolle über dein Leben!«, versuchen Stalker zu vermitteln, um die Betroffenen zu verunsichern. Die IT-Beraterin Leena Simon empfiehlt Beleidigungen im Netz sofort zu melden.

Von Inga Dreyer
Hannah Arendt

Nach Perlen tauchen

Ein neuer Band porträtiert Hannah Arendt in den Umbrüchen des 20. Jahrhunderts. Dieses forderte ihren persönlichen Widerstand, ihr öffentliches Urteil und ein neues Denken in der Theorie.

Von Mascha Malburg
Pippi Langstrumpf

Großmutter Girlie

Vor 75 Jahren erschien das erste »Pippi-Langstrumpf«-Buch von Astrid Lindgren. Und vor 76 Jahren, am 21. Mai 1944, schenkte Lindgren ihrer Tochter Karin das erste Manuskript, denn die hatte sich den Namen ausgedacht. Pippi ist die Großmutter aller starken Girlie-Figuren...

Von Thomas Lau
Graf von Münchhausen

Weltstar wider Willen

Als «Lügenbaron» ist er in die Weltliteratur eingegangen: Hironymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen, der vor 300 Jahren geboren wurde. Weit aus dreistere Lügenbarone gibt es heute in der nationalen und internationalen Poliltikszene.

Von Olaf Neumann

Die unbekannte Fotografin

Charlotte Joël hat sie alle porträtiert: Gustav Landauer, Martin Buber, Walter Benjamin, Karl Kraus. Sie selber bleibt unsichtbar, es hat sich kein einziges Foto erhalten, auf dem sie selber zu sehen ist.

Von Klaus Bellin
Corona und Home Office

Wer zeigt, der ist

Seit Home Office und Videokonferenzen kriegt man dauernd weiße Bücherregale hinter Kolleg*innen zu sehen. Zufällig ist das nicht, eher Selbstinszenierung.

Von Marion Bergermann
Gendersensible Sprache

Wo bleibt der Freiraum?

Wie sprechen und vor allem: wie schreiben? Es gibt mittlerweile verschiedene Möglichkeiten zu gendern, doch manche sind konventioneller als andere. Dabei geht es doch um die Erforschung freier Räume in Gesellschaft und Sprache.

Von Marie Hecht

Baby, you can’t drive my car

Es ist bewiesen, dass der Verkehr mit jeder neuen Umgehungsstraße und jeder weiteren Spur auf der Autobahn zunimmt, weil man dann besser durchkommt - bis man im nächsten Stau hängen bleibt.

Von Christof Meueler
Florian Schneider

Boing Boom Tschak

Florian Schneider gründete mit Ralf Hütter die Improvisations-Rockband »Organisation zur Verwirklichung gemeinsamer Musikkonzepte«. Daraus wurde Kraftwerk. Sie wussten: Steckdosen und Autobahnen waren die Zukunft. Ein Nachruf.

Von Thomas Blum
East End

Samba schmeckt wie der Sommer

Im Londoner East End verschmurgelten Anfang des 20. Jahrhunderts Samba, osteuropäische Folklore, Music-Hall-Sounds und Jazz miteinander: Nun gibt es eine Compilation, auf der die jiddische Musik aus dieser Zeit nachzuhören ist.

Von Jonas Engelmann

A = X + Y + Z

»Küssen, kann man nicht alleine/ Und ich sag Dir auch den Grund./ Küssen das geht auf keinen Fall alleine,/ Denn dazu brauch ich einen anderen Mund«, schluchzt Max Raabe. Und: »Kindermund tut Wahrheit kund«, lautet ein Sprichwort. Doch was, wenn alle Münder gesetzlich v...