Politik & Ökonomie

Gerhard Adrian

Wetterpräsident

Die UN-Meteorologieorganisation WMO gehört zu den wichtigsten Akteuren in der internationalen Klimapolitik. Politikern wie Donald Trump ist sie daher ein Dorn im Auge. Die Wahl des neuen WMO-Präsidenten geriet daher zu einer Richtungsentscheidung.

Von Kurt Stenger

Wie die Miete abhob

Mit 77 001 Unterschriften hat die Initiative »Deutsche Wohnen & Co enteignen« in Berlin die erste Hürde für das Volksbegehren genommen. Die großen Immobilienkonzerne sind längst auch zu Finanzkonzernen geworden und treiben im Interesse ihrer Aktionäre die Mietenexpl...

Überwachung

Niedlich, billig, skrupellos

Mit persönlichen Daten, von Smart-Home-Geräten gesammelt, könnten bald europäische Superdatenbanken gefüttert werden. Die technischen Voraussetzungen sind schon geschaffen, und die rechtliche Grundlage wird derzeit bereitet.

Von René Heilig
USA–Iran ndPlus

»Ohne Schnipsel an Beweisen ...«

Die Situation im Golf von Oman verschärft sich nach mutmaßlichen Angriffen auf zwei Handelsschiffe. Nun wurde bekannt, dass die Besatzung eines betroffenen Tankers vor einer Explosion an Bord ein »fliegendes Objekt« gesehen hat.

Von René Heilig
Inklusion

Toxische Meinungsmache

Die schulische Inklusion ist regelmäßig zum Scheitern verurteilt worden. Zum Teil wurde sie sogar zum Alleinschuldigen für die hiesige Bildungsmisere gemacht. Man liest von den »Grenzen der Inklusion«, »tyrannisierenden Förderschüler*innen« und »aufrüstenden Inklusionsb...

Von Raul Krauthausen
Sozialdemokraten

SPD rechts liegenlassen

Etwas wird schon was dran sein, wenn ein Lafontaine-Vertrauter Journalisten erzählt, der ehemalige SPD-Chef werbe für eine Vereinigung seiner früheren und seiner jetzigen Partei. Das halten nicht nur alle SPD-Repräsentanten für eine Schnapsidee, sondern auch die tonange...

Von Jana Frielinghaus
Linkspartei

Regionalpartei als Realität

Die SPD verkommt zur Regionalpartei im Westen und Norden, die Linkspartei konnte sich nie flächendeckend in den alten Bundesländern festsetzen. Eine regionale Aufteilung kann im Bund eine politische Alternative ermöglichen.

Von Alexander Isele
Oman

Und die EU ist wie gelähmt

Es gibt keine Beweise, wer hinter den Angriffen auf die Tanker vor Irans Küste steckt. Bislang bleibt also nur die Frage: Wem nützt die Zuspitzung? Wer könnte ein Interesse daran haben, dass die USA und Iran gegeneinander Krieg führen? Schließen wir einmal alle total Du...

Von René Heilig
Wohlstand

Gerechtigkeit mit Friedrich Merz

Lange Zeit wuchs der Kurs der Deutsche Wohnen deutlich schneller als der DAX. Wie es dazu kam, dass Wohnen heutzutage der Logik der Finanzmärkte unterworfen ist. Lesen Sie auch, wie eine Sängerin zur Mackermusik Reggaeton kam, wie obdachlosen Geflüchteten in Thessaloniki geholfen wird und warum Ostdeutsche keine Angst vor Russen haben.

Von Stephan Kaufmann
Haiti ndPlus

Treibstoff für Proteste

In Haiti haben in der vergangenen Woche mehrfach Tausende Menschen gegen Präsident Jovenel Moise demonstriert. Sie werfen ihm vor, 3,8 Milliarden US-Dollar aus dem Petrocaribe-Programm veruntreut zu haben.

Krim ndPlus

Fundstücke zwischen den Fronten

In Deutschland mehren sich die Stimmen, die ein Ende der Sanktionen gegen Russland fordern. Der Anlass der Sanktionen besteht allerdings weiter: Im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zeigt sich keine Seite kompromissbereit.

Von Denis Trubetskoy

»Wir werden es natürlich wieder tun«

Die Beweisaufnahme im »Jahrhundertprozess« am Obersten Gerichtshof in Madrid ist zu Ende, die Urteile gegen zwölf katalanische Politiker und Aktivisten wegen des Unabhängigkeitsreferendums 2017 stehen noch aus.

Von Ralf Streck
Nord-Süd-Brücken

Nord-Süd aus dem Osten

Dass das Vermögen des Solidaritätskomitees der DDR in der Wendezeit verteidigt werden konnte, war ein Erfolg des »Entwicklungspolitischen Runden Tisches«. Und die Basis für die Stiftung Nord-Süd-Brücken, die heute nicht minder gebraucht wird als vor 25 Jahren.

Von Martin Ling
Russenmagazin ndPlus

»Prächtige Leute«

»Der Russe« - für viele Menschen im Westen klingt das nach einer Bedrohung, in Ostdeutschland ist man vielfach entspannter. Das hat nicht zuletzt mit der Geschichte zu tun.

Von Hendrik Lasch
Ostdeutsche Wirtschaft ndPlus

Sanktionen, Ölpreisverfall, Rubelschwäche

Die Ministerpräsidenten Thüringens,Mecklenburg-Vorpommerns und Sachsens fordern die Aufhebung der Russlandsanktionen. Dabei sind die Wirtschaftsbeziehungen auch für die ostdeutsche Wirtschaft unbedeutend.

Von Stephan Kaufmann
Tschechien ndPlus

Rot in Oligarchistan

Der Prager Regierungschef Andrej Babiš war 2017 mit dem Versprechen einer neuen Politik angetreten. Jetzt wird dem Milliardär unrechtmäßige Bereicherung an vorgeworfen. Und Sozialdemokraten und Kommunisten, die ihn stützen, stehen bei den Massenprotesten im Abseits.

Von Jindra Kolář

Ex-Präsident Lula ist auf dem Weg in die Freiheit

Die Freilassung des brasilianischen Expräsidenten Lula dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein. Nach den Enthüllungen der Internetplattform »The Intercept« hat das Oberste Gericht die Überprüfung des Falles zugesagt. Die Plattform hatte Tonaufnahmen, Videos, Fotos und private E-Mail-Chats aus dem Justizapparat veröffentlicht, die eine Verschwörung nahelegen.

Von Martin Ling
Wohnungsmarkt

Verwertung einer Mieternation

Wie aus den bundesdeutschen Wiederaufbauprogramm der Nachkriegszeit ein Eldorado für börsengetriebene Wohnimmobilienkonzerne wurde: Eine kleine Geschichte auch der heute politisch so umkämpften Aktiengesellschaft Deutsche Wohnen.

Von Philipp P. Metzger

Algeriens Hoffnung

Louisa Hanoune war auf dem Weg zu einer Gerichtsverhandlung, um als Zeugin gegen die bekannten algerischen Ex-Geheimdienstchefs Othmane Tartag und Mohamed Mediène sowie gegen den Bruder des ehemaligen Langzeitpräsidenten Abdelaziz Bouteflika, Said, auszusagen. Doch an d...

Von Philip Malzahn
Mietendeckel

Börsenschreck Rot-Rot-Grün

Die Ankündigung von Rot-Rot-Grün, mit dem Berliner Mietendeckel ab 2020 für fünf Jahre die Mieten in der Hauptstadt einzufrieren, ließ den Kurs der Deutsche-Wohnen-Aktie von Mittwoch bis Freitagnachmittag um satte 15 Prozent absacken.

Von Nicolas Šustr
Medikamente

Riskante Lieferketten

In der Nacht zur Freitag verabschiedete der Bundestag ein neues Gesetz für mehr Arzneimittelsicherheit. Ein großer Wurf ist es nicht geworden. Selbst nach den großen Medikamentskandalen des Jahres 2018 vermeidet die Bundesregierung grundlegende Entscheidungen.

Von Ulrike Henning
Sozialdemokraten

Das kann weg: SPD

Die SPD ist tot, das sagen alle. Sie ist aber noch lange nicht tot genug, um nicht noch in ihrem Niedergang immensen Schaden anzurichten.

Von Leo Fischer
SPD

Sozialdemokratie, wie wir sie kannten

Die SPD ist nicht an allem schuld seit 1914, wie manche Linke meinen. Doch irgendwann ist die alte Sozialdemokratie in einen Wettbewerb um politische Coups eingetreten statt weiterhin Gesellschaft zu gestalten.

Von Tom Strohschneider
Krise der Sozialdemokratie

Der wohlfeile Weg

Die dänischen Rechten verloren Stimmen, aber die Sozialdemokraten haben ihr Programm kopiert - und werden es mit den Parteien des «roten Blocks» kaum durchsetzen können. Ein zweifelhafter Erfolg, an dem sich Sigmar Gabriel ein Beispiel nehmen will.

Von Nelli Tügel
Rot-Grün-Rot

Kein »Weiter so« in Bremen

Die Koalitionsverhandlungen im Vorfeld eines rot-grün-roten Bündnisses in Bremen können beginnen. Die Sozialdemokraten werden wahrscheinlich keine einfachen Verhandlungspartner sein.

Von Hagen Jung