Metropole

Hanau

Trauer vermischt mit Wut

Eine Woche nach dem rassistischen Attentat an neun jungen Menschen in Hanau sind viele Migrant*innen verunsichert. Schutz gib es für sie kaum, stattdessen werden viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte als potenzielle Kriminelle stigmatisiert.

Von Claudia Krieg
Halle

Mit Sichtbarkeit gegen den Hass

Jeremy Borovitz kam aus den USA nach Berlin, um das jüdische Leben in der Stadt aufzubauen. Dann kam das Attentat von Halle, das er und seine Frau nur knapp überlebten. Umso wichtiger ist es dem frisch ordinierten Rabbiner, die jüdische Gemeinde zu stärken.

Von Jérôme Lombard
Berlin ndPlus

Der Kampf ums Gasnetz

Wenn die Berliner Energienetze kommunal wären, könnte der Senat mehr Einfluss auf die für den Klimaschutz relevante Energiewende nehmen. Mit dem Zurückdrehen der Gasnetzausschreibung macht Rot-Rot-Grün Druck für eine Rekommunalisierung.

Von Martin Kröger
Flugplatz Schönhagen ndPlus

Leise, leise in die Lüfte

Mit 44 000 Flugbewegungen im Jahr ist Schönhagen der wichtigste Verkehrslandeplatz in Ostdeutschland, ab Ende 2020 dient er der Entlastung des BER. Doch auch als Luftfahrt-Technologiepark hat er eine große Perspektive als Hightech-Schmiede.

Von Tomas Morgenstern
Mietenbewegung

Sei kein Frosch

Lange Zeit konnte der stadtpolitischen Bewegung in Hamburg keiner was vormachen. Mittlerweile hat sich der Wind gedreht und die Hansestadt blickt neidisch auf die Erfolge der Berliner Mieter*innenbewegung.

Von Marie Frank
Graffiti-Touristen ndPlus

Urlaub auf Adrenalin

Ein Trio aus der Ukraine macht Urlaub in Berlin. Doch die drei jungen Männer interessieren sich nicht für Sehenswürdigkeiten wie das Brandenburger Tor. Auf der Suche nach verbotener Action zieht es sie in die U-Bahn-Tunnel der Hauptstadt.

Von Robert Putzbach
Suppenküche Potsdam ndPlus

Hauptgewinn für die Armen

Die Suppenküche der Volkssolidarität in Potsdam benötigte ein neues Auto, um gespendete Lebensmittel abzuholen. Am Freitag wurde das Fahrzeug übergeben. Der Hilfebedarf armer Menschen in der Stadt nimmt zu.

Von Andreas Fritsche
Rassismus und Antisemitismus

Die Angst im Nacken

Auch in der vermeintlich weltoffenen Metropole Berlin ist Hassgewalt für viele Menschen alltäglich. Dass die Opfer von der Polizei oft nicht ernst genommen werden, macht die Sache noch schlimmer. Wie kann Hassgewalt bekämpft und Betroffene gestärkt werden?

Von Marie Frank
Mietendeckel

Elbdisharmonie

«Bauen, Bauen, Bauen» lautet das Hamburger Mantra zur Bewältigung der Wohnungskrise. Doch allein mit Neubau sind Mietsteigerungen nicht abzuwenden. Auch in der Hansestadt gibt es deshalb viel Interesse an dem Berliner Weg des Mietendeckels.

Von Martin Kröger, Hamburg
Hamburg ndPlus

Autofrei - so schnell wie möglich

Ausgerechnet ein CDU-Mitglied führt den Schlingerkurs der Grünen in der Verkehrspolitik mit der von ihm mitbegründeten Volksinitiative «Klimaschutz jetzt» vor. Die Innenstadt soll demnach autofrei werden. Der Ökopartei ist das zu radikal.

Von Nicolas Šustr

Das Ende der Resterampe

Die Abschaffung der Hauptschulen in Berlin vor einem Jahrzehnt war ein Schritt in Richtung mehr Bildungsgerechtigkeit. Doch eitel Sonnenschein gilt noch lange nicht für alle. Vor allem Sekundarschulen ohne gymnasiale Oberstufe geraten häufig ins Hintertreffen.

Von Rainer Rutz
Start-up ndPlus

Geschäft mit gutem Gewissen

Konkurrenz um Lebensmittel: Die Berliner Tafel äußert Kritik an Unternehmen wie Sirplus, die mit der Rettung von Essen vor dem Müll Geld verdienen. Dabei geht es um Bedürftigkeit und Nachhaltigkeit - und um verschiedene Zielgruppen.

Von Jonas Wagner
Immobilienlobby

Justitia soll den Mietendeckel stoppen

2,5 Milliarden Euro sollen die Berliner Mieter laut Prognose der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit dem Mietendeckel in der fünfjährigen Laufzeit sparen können. Geld, auf das die Immobilienlobby nicht verzichten möchte.

Von Nicolas Šustr
Drogen

Voll aufgeklärt drauf

In Portugal gelten Drogenbesitz und -gebrauch lediglich als Ordnungswidrigkeiten, solange der Eigenbedarf für zehn Tage nicht überschritten wird. In Berlin will man von diesem Ansatz lernen - und noch weiter gehen.

Von Jonas Wagner
Räumungen

Löcher im Teppich

«Die Stadt gehört euch!», versprach die LINKE vollmundig im Wahlkampf. Dreieinhalb Jahre später ist sie an der Regierung und zahlreiche linke Häuser, Kneipen und Kultureinrichtungen stehen kurz vor der Räumung. Kann sie die bedrohten Projekte noch retten?

Von Marie Frank
Enteignung

Beschlagnahmt wegen Leerstands

Rund 100 leerstehende Geisterhäuser soll es in Berlin geben. In eines von ihnen kann wohl noch 2020 wieder Leben zurückkehren. Der Fall war vergleichsweise einfach, trotzdem zeigt er, dass nur eine engagierte Verwaltung Gesetze auch durchsetzen kann.

Von Nicolas Šustr
Canisius-Kolleg ndPlus

Bittere Bilanz der Aufarbeitung

Matthias Katsch, ehemaliger Schüler des Berliner Elitegymnasiums Canisius-Kolleg, hatte Glück. Denn der Pater, dem er sich vor zehn Jahren offenbarte, glaubte ihm, dass er missbraucht worden ist. In seinem neuen Buch zieht er eine bittere Bilanz.

Von Simone Schmollack
LINKE Brandenburg

Eine Doppelspitze für schwere Zeiten

Ein halbes Jahr nach der Wahlschlappe vom 1. September wird Brandenburgs LINKE einen neuen Vorstand wählen. Aus der bisherigen Doppelspitze tritt Ex-Sozialministerin Diana Golze nicht wieder an.

Von Andreas Fritsche
Wannsee-Konferenz

Entscheidende 90 Minuten

Einfache Sprache, Barrierefreiheit, «Design für alle»: Die neue Ausstellung im Haus der Wannsee-Konferenz ist ein Versuch, die Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden durch die Nationalsozialisten allen Menschen nahezubringen.

Von Claudia Krieg
Deutsche Wohnen & Co enteignen

Nach dem Deckel die Enteignung

»Nach dem Deckel ist vor der Enteignung«, heißt es für die Aktivisten der Initiative »Deutsche Wohnen & Co enteignen«. Sie wollen die Vorstellungen für eine künftige demokratische Bewirtschaftung mit der Stadtgesellschaft diskutieren.

Von Nicolas Šustr
Garnisonkirche ndPlus

Der Unmut wächst mit dem Turm

Der umstrittene Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche schreitet voran. Das nachgebildete Glockenspiel, an dem verdächtige rechte Sprüche angebracht sind, wurde Ende vergangenen Jahres immerhin abgestellt.

Von Wilfried Neiße
Obdachlosenzählung ndPlus

«Viele verstecken sich»

Wir wollen nicht nur zählen, wir wollen zeigen: Obdachlose Menschen gehören zu dieser Stadt, und wir heißen sie auch willkommen«, erklärt Sozialsenatorin Elke Breitenbach (LINKE) zur Nacht der Solidarität. »Auch die Obdachlosen sind Teil dieser Stadtgesellschaft, und di...

Von Claudia Krieg
Wohnraumbedarfsbericht

Lösungen für die Berliner Misere

Es ist ein Dokument des Schreckens, denn es dokumentiert die Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt. «Wohnraumbedarfsbericht» heißt es.

Von Nicolas Šustr
Adolf Eichmann ndPlus

Fotograf im Dienst der Nazijäger

Michael Maor war 27 Jahre alt und studierte in Köln Fotografie. Im Frühjahr 1960 fuhr er mit dem Zug nach Frankfurt am Main und drang abends als Agent des israelischen Geheimdienstes Mossad in das Büro des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer ein. Dort fotografie...

Von Andreas Fritsche
Groß-Berlin

Berlin vereint mit Kraut und Rüben

Zum 1. Oktober 1920 trat das »Gesetz über die Bildung einer neuen Stadtgemeinde Berlin« in Kraft. Durch die Eingliederung zahlreicher Städte und Gemeinden des Umlandes wuchs so die deutsche Hauptstadt vor 100 Jahren zur drittgrößten Metropole der Welt.

Von Tomas Morgenstern