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Mikroskop

Chronik einer Pandemie

»Wie geht es unserer Demokratie im Testfall Corona?«, lautete der Titel einer Veranstaltung, zu der Bundespräsident Steinmeier Ende Juni Vertreter*innen aus Literatur und Politikwissenschaften in seinen Amtssitz eingeladen hatte. Die ausgewählte Runde stellte sich selbs...

Von Peter Nowak
Schlittenhunde

Von Menschen und Hunden

Die Kultur der Inuit in den Nordpolargebieten ist ohne Schlittenhunde kaum vorstellbar. Nun zeigt eine genetische Studie, dass sie bereits vor knapp 10.000 Jahren in Nordostsibirien eigens so gezüchtet wurden.

Von Andreas Knudsen

Der Okmok brachte Rom zur Strecke

Dass das Wetter in den Jahren 43 und 42 vor Christus schlecht war, ist bekannt. Als Ursache vermutet wurde ein Vulkanausbruch. Nun weiß man auch, welcher Vulkan damals für Hungersnöte in Italien und Ägypten sorgte und so zum Untergang zweier Supermächte beitrug.

Von Christian Mihatsch
Plastikmüll

Einmal ins Meer und zurück

Plastikmüll findet sich nicht nur auf Straßen. Letztlich landet einiges davon auf den Wasserwegen in den Ozeanen. Doch eine australische Studie zeigt, ein beträchtlicher Teil davon schwappt mit den Wellen wieder an die Strände.

Von Michael Lenz

Gigant der Biotechnologie

Kaum habe ich mich vom Verlust meines japanischen Meisters Tanaka erholt, kommt eine traurige Nachricht aus den USA: Der große alte Mann der industriellen Biotechnologie, Arnold Demain, ist im Corona-Hexenkessel New York 92-jährig gestorben. Arnys Großeltern waren einst...

Von Reinhard Renneberg

Mathe und Moral

»Wissenschaft hat keine moralische Dimension. Sie ist wie ein Messer. Wenn man es einem Chirurgen und einem Mörder gibt, gebraucht es jeder auf seine Weise.« Diese Sätze werden Wernher von Braun (1912-1977) zugeschrieben, Physikprofessor, ostpreußischer Adel, bekennende...

Von Mike Mlynar

Alt werden wie ein Baum?

Dr. Steffen Schmidt ist Wissenschaftsredakteur des »nd« und der Universalgelehrte der Redaktion. Auf fast jede Frage weiß er eine Antwort – und wenn doch nicht, beantwortet er eine andere. Christof Meueler sprach mit ihm über alte Bäume und Schwämme.

Von Christof Meueler
Rechtsextremismus

Nur Mitläuferinnen?

Rechtsextreme Frauen? Sie nur als Marionetten ihrer männlichen Kameraden wahrzunehmen stellt eine Gefahr dar. Linke Kritik muss erkennen, dass diese eigenständige politische Subjekte sind, mit einer eigenen hasserfüllten Agenda.

Von Judith Goetz
Rassismus

Das Empfinden des Anton Wilhelm Amo

Anton-Wilhelm-Amo-Straße: So würde ein Bündnis gerne die jetzige M-Straße nennen. Amo wurde kam als sogenannter Haus-M-Wort an den Hof von Brandenburg-Wolfsbüttel und wurde zum ersten afrikanischen Philosophen in Deutschland.

Von Ulrike Wagener

Niederländische Geschichte in Srebrenica

Ein Pflaumenschnaps: Das freundliche Aufeinandertreffen zwischen serbischem und niederländischen Kommandant wirft die Frage nach der Verantwortung des niederländischen Militärs für das Massaker von Srebrenica auf. Die ist bis heute umstritten.

Von Sarah Tekath
25 Jahre Srebrenica

»Es gibt keine gemeinsame Wahrheit«

25 Jahre nach dem Massaker in Srebrenica wird über die Geschichtsschreibung immer noch verhandelt. Die Menschenrechtsaktivistin Aleksandra Letić über »ethnische Wahrheiten« und darüber, was für eine Versöhnung nötig wäre.

Von Felix Jaitner
Sprachwandel

Gift für Sie!

Menschen, die darauf bestehen, N-Wort und M-Wort zu benutzen, argumentieren häufig mit der »ursprünglichen« Bedeutung derselben. Dabei lassen sie deren linguistischen Wandel vergessen - und die selbst geforderte Sachlichkeit vermissen.

Von Ulrike Wagener
Fleischindustrie

»Atmen war schon immer ein Problem«

Unser Fleischkonsum bleibt Problem und Politikum. Auf den Schlachthöfen werden die Arbeiter krank. Und wie ist es mit dem Fleisch, das sie herstellen? Brauchen wir einen Lockdown für Fleischesser?

Von Christof Meueler
Laser

Ein scharfes Werkzeug

Vor 60 Jahren leuchtete der erste Laserstrahl - seitdem haben Laser die moderne Wissenschaft und Technik revolutioniert. Anders als anfangs befürchtet, machten die verstärkten Lichtstrahlen ihre große Karriere nicht beim Militär, sondern im Zivilleben.

Von Dirk Eidemüller

Von Artgenossen lernen

Delfine erlernen ihre Jagdtechniken nicht nur von ihren Müttern, sondern auch von anderen Artgenossen. Darüber berichtet ein Forscherteam um die Verhaltensbiologin Sonja Wild von der Universität Konstanz im Fachblatt »Current Biology«. Das Team hatte die sogenannte Shel...

Neue Fischsaurier-Art

Zwei Forscherinnen haben durch den Vergleich bereits bekannter Fossilien aus England und Baden-Württemberg eine neue Fischsaurier-Art bestimmt. Nach Angaben der Paläontologin Erin Maxwell vom Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart stammt das Fossil der neuen Art...

Düngemittel

Erfolgreiche Mischkulturen

Auf den Feldern konventioneller Landwirte wächst in der Regel nur eine Pflanzenart. Doch eine neue Studie zeigt, dass bei geschickter Auswahl mehrere zusammen angebaute Kulturen nicht nur erheblich die Erträge erhöhen können, sondern auch die Menge benötigten Düngers reduzieren.

Von Ingrid Wenzl

Abholzung in EU nimmt zu

Der Holzeinschlag in den Ländern der EU hat sich einer Studie zufolge drastisch erhöht: Von 2016 bis 2018 lag die Holzentnahme um 49 Prozent höher als zwischen 2011 und 2015. Dies haben Wissenschaftler der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission im ital...

Radarsystem kartiert Schrott im erdnahen Weltall

Eines der modernsten Radarsysteme zur Entdeckung von Weltraumschrott ist am Mittwoch in Koblenz aufgestellt worden. Andreas Schütz vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sprach von einem »richtigen Meilenstein für alle Projektbeteiligte«. Die Spitzentechnik...

Depression

Die Flucht vor dem Unentrinnbaren

Depression, Perspektivlosigkeit, Suizid und Trauma: Das waren die großen Themen im literarischen Bücherfrühling 2020. Und obwohl Lektoren und Kritiker sich vorsorglich »Corona-Romane« verbitten, darf man gespannt sein, wie sich das Sujet entwickelt.

Von Tom Wohlfarth
Nachrichten

Die Postkarte lebt!

Dr. Steffen Schmidt ist Wissenschaftsredakteur des «nd» und der Universalgelehrte der Redaktion. Auf fast jede Frage weiß er eine Antwort – und wenn doch nicht, beantwortet er eine andere, diese Woche zum 150 Geburtstag der Postkarte.

Von Christof Meueler
Großfamilie

Mit Antatschdrang

Was einst als völkisches Ideal galt, wird heute den Fremden und Unkultivierten vorgeworfen: Von rechts über die Mitte bis links wird die »Großfamilie« heute als irgendwie anrüchig beäugt - nicht erst, aber zumal in Zeiten von »Corona-Ausbrüchen«.

Von Velten Schäfer
Jugoslawien

Mehr Mitbestimmung mehr Markt, mehr Konflikt

Nicht nur block-, sondern auch demokratiepolitisch ging Titos Jugoslawien einen Sonderweg. Doch die weitgehenden Mitwurkungs- und Autonomierechte in den Betrieben des Landes hatten auch einen destruktiven Zug.

Von Paul Michel
Politisches Bewusstsein in der DDR

Wo sie das alles gelernt hatten

Totalitär, Nischengesellschaft, Unrechtsstaat, Durchherrschung? Wenn die DDR ganz so gewesen wäre, wie man ihr heute oft nachruft, hätte sich der demokratische Aufbruch von 1989 kaum entwickeln können.

Von Klaus Wolfram
Rassismus

Armut nicht nur bunter machen

Die langlebigste Scheinerklärung des Sozialen: Warum Rassismus keine Hautfarben braucht, wie er die Wirklichkeit verzerrt, welche Rolle er im Kapitalismus spielt - und was schon Karl Marx zur US-amerikanischen Sklaverei zu sagen hatte.

Von Stephan Kaufmann