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Überrascht und empört

HiKo der SPD aufgelöst

SPD-Chefin Andrea Nahles hat die renommierte Historische Kommission (HiKo) der Partei aufgelöst. Man müsse die »vorhandenen Ressourcen effizient einsetzen«, begründete Generalsekretär Lars Klingbeil bereits am 27. Juni in einem Schreiben an die HiKo-Mitglieder, wie der »Spiegel« in seiner Samstagausgabe (21.7.) berichtete. Die SPD wolle den HiKo-Etat - angeblich bis zu 20 000 Euro pro Jahr - nicht länger finanzieren. Neben der HiKo seien ein Dutzend weitere Foren, Arbeitsgruppen, Beiräte und Gesprächskreise eingestellt worden, informierte SPD-Sprecher.

Laut dem Nachrichtenmagazin wollen sich die HiKo-Mitglieder unter ihrem Vorsitzenden Bernd Faulenbach, Professor für Zeitgeschichte in Bochum, nicht in die Entscheidung fügen. Sie seien »überrascht und empört«, heißt es in einem Brief an die Parteispitze, die Auflösung sei ein »verheerendes Symbol für Geschichtslosigkeit«. Willy Brandt hatte das Gremium 1981 ins Leben gerufen.

nd, Kommentar Seite 4