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Stethoskop könnte durch Radar ersetzt werden

Erlangen. Herztöne könnten in Zukunft nicht mehr mit dem Stethoskop, sondern per Radar zuverlässig erfasst werden. Elektrotechniker der Universität Erlangen haben gemeinsam mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus und der Palliativmedizinischen Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen ein Verfahren entwickelt, mit dem Herztöne per Radar zuverlässig detektiert und diagnostiziert werden können. Mobile Radargeräte könnten künftig herkömmliche Stethoskope ersetzen, außerdem ist eine permanente berührungslose Überwachung der Vitalfunktionen mit stationärem Radar möglich. Die Ergebnisse wurden jetzt im Fachjournal »Scientific Reports« veröffentlicht. Akustische Stethoskope sind vergleichsweise preiswert und arbeiten seit Jahrzehnten zuverlässig, haben aber den Nachteil, dass die Dia-gnose von Herzgeräuschen unmittelbar von der Erfahrung des Arztes abhängig ist. nd