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Brandenburg erinnert an NS-Euthanasiemorde

Brandenburg/Havel. An die Opfer der NS-Euthanasiemorde an Behinderten und Kranken wird in Brandenburg/Havel am Samstag mit einer Gedenkveranstaltung erinnert. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die 1940 in der »Euthanasie-Anstalt« auf dem Gelände des Alten Zuchthauses der Stadt ermordete jüdische Patientin Annemarie Flatauer, über deren Schicksal ihre aus London angereiste Nichte Merilyn Moos berichten werde. Das teilte die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten mit. Den Euthanasiemorden fielen in Brandenburg/Havel etwa 900 jüdische Anstaltspatienten zum Opfer, es war der erste planmäßig organisierte Massenmord an Juden im Deutschen Reich. Insgesamt wurden in der Stadt bei der Mordaktion von Februar bis Oktober 1940 mehr als 9000 Menschen mit Gas ermordet. epd/nd