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Schon der menschliche Ur-Ahn liebte Süßes

Schon die Vorfahren des Menschen haben gerne genascht. Tübinger und Dresdner Forscher konnten bei 12,5 Millionen Jahren alten Zähnen eines fossilen Menschenaffen Karies nachweisen. Bislang wurde das Krankheitsbild Karies stets mit der Erfindung des Ackerbaus vor etwa zehntausend Jahren in Zusammenhang gebracht. Die 1953 in Kärnten (Österreich) geborgenen Menschenaffen-Zähne wiesen fossile Pollen süßer Früchte auf. Die Forscher äußern im Fachblatt »PLOS ONE« (DOI: 10.1371/journal.pone.0203307) die Vermutung, dass die Menschenaffen dank der Früchte Fettreserven für die Hungerperiode im Januar und Februar anlegten. epd/nd