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»The Ocean Cleanup«: Müllsammelaktion auf dem Meer

In einer riesigen Putzaktion sollen Plastikteile aus dem Meer gefischt werden

San Francisco. Es ist der Auftakt einer riesigen Putzaktion im Pazifik: Ein Schiff des Projekts »The Ocean Cleanup« ist am Wochenende in San Francisco in See gestochen, um Plastikmüll aus dem Meer zu fischen. Das Schiff zog eine 600 Meter lange schwimmende Barriere hinter sich her, mit der Plastikteile aus dem Meer eingefangen werden sollen. Segelboote und Kajaks begleiteten das Schiff, als es am Samstag unter der Golden Gate Bridge durchfuhr.

»Das ist der Höhepunkt aller Bemühungen«, sagte der Gründer und Chef von The Ocean Cleanup (Ozean-Säuberung), Boyan Slat. Der 24-jährige Niederländer hatte das Projekt vor Jahren ins Leben gerufen, um die Weltmeere von den gigantischen Müllansammlungen aus Milliarden Plastikteilen zu befreien.

Die Grundidee: 600 Meter lange Riesenschläuche, an deren Unterseite drei Meter lange Netze befestigt sind, treiben durch den Ozean und fangen den Plastikmüll ein. Dieser wird aus dem Wasser gefischt und an Land gebracht. Das erste Schiff mit dem »System 001« im Schlepptau machte sich nun auf den Weg zu einem Gebiet 240 Seemeilen vor der kalifornischen Küste. Dort soll ein zweiwöchiger Testlauf starten, bevor das Schiff weiter zum Great Pacific Garbage Patch fährt - einer gigantischen Ansammlung von schwimmendem Plastikmüll zwischen Kalifornien und Hawaii. »Das Hauptziel ist zu zeigen, dass es funktioniert«, sagte Slat in San Francisco. »Hoffentlich kommt dann in ein paar Monaten das erste Plastik im Hafen an. Dann hätten wir bewiesen, dass die Technologie funktioniert.« AFP/nd