Auswanderung oder Amnesie

Man wünscht sich derzeit oft, von all dem Irrsinn draußen einfach nichts mehr mitzukriegen

  • Von Jan Freitag
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Frühjahr, Karneval, fünfte Jahreszeit: Das Dunkel weicht langsam dem Licht, und kaum dass ein Dutzend Alphabet-Promis von gestern den Dschungel von heute verlässt, ziehen die Nachfolger von morgen in Heidi Klums vormodernen Urwald. Manchmal funktioniert Fernsehen wie zu Zeiten, da es noch von Kerls à la Helmut Oeller verwaltet wurde: berechenbar, selbstherrlich, wertkonservativ.

Bis 1987 war er Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks, der bei dessen Amtsantritt 16 Jahre zuvor knietief im braunen Blut- und Bodensumpf stand. Unter Oellers Ägide klinkte sich der BR daher gern aus ARD-Sendungen von »Panorama« bis »Scheibenwischer« aus, falls sie der reaktionären Staatsräson im Reiche von König Strauß widersprachen. Als die US-Serie »Holocaust« 1978 am Mythos von Hitlers erstem Opfer Deutschland kratzte, kämpfte der TV-Minister aus München daher so verbissen gegen deren Ausstrahlung im Ersten, dass sie ins Dritte verbannt wu...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 448 Wörter (3002 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.