Gerd Wiegel 03.02.2016 / Kommentare

Kalkulierter Tabubruch

Gerd Wiegel über das ausbleibende Gegenbild zur Propaganda der AfD

Der kalkulierte Tabubruch gehört zum Standardrepertoire des Rechtspopulismus und ist ein erprobtes Mittel seiner medialen Inszenierung. War es bei Jörg Haider die »ordentliche Beschäftigungspolitik des Dritten Reiches«, bei Jean Marie Le Pen die Gaskammern, die zum »Detail der Geschichte« reduziert wurden oder bei Geert Wilders der Koran, der »verboten« werden sollte, so hat die AfD-Führung mit dem Schusswaffengebrauch gegen Flüchtlinge ein Erregungsthema gefunden, das ihr mediale Aufmerksamkeit garantiert. Angesichts einer rassistischen Anschlagswelle im Land, der Formierung von Bürgerwehren und einer sinkenden Gewaltschwelle gegen Flüchtlinge ist das Gerede vom Schusswaffengebrauch an der Grenze ein Brandsatz, den die AfD-Führung denen in die Hände gibt, von denen sie sich verbal distanziert: den rechten Gewalttätern.

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