Hände weg von der Hochschulautonomie

Ecuadors Regierung interveniert in Rektorenwahl und stößt auf Widerstand weit über die Universität hinaus

  • Von Roberto Flores Oviedo, Quito
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Ecuadors Regierung gerät durch den Ölpreisverfall verstärkt unter Druck. Präsident Rafael Correa versucht die Reihen zu schließen, unter anderem durch umstrittene Eingriffe in die Hochschulautonomie.

»Wenn diese Universität sich nicht an die ecuadorianischen Gesetze hält, verlässt sie das Land. Da kann demonstrieren, wer will. Lieber verliere ich meinen Posten, als dass ich diese Beleidigung des ecuadorianischen Volkes zulasse.« Ecuadors Präsident Rafael Correa ist bekannt für seine direkte Art der Konfrontation. Erst vor Kurzem forderte er den Oppositionspolitiker Andrés Páez ernsthaft zum Faustkampf auf. Páez akzeptierte, das Duell steht noch aus. Für Ecuadors Präsident Rafael Correa ist keine Front nebensächlich, er macht sie vielmehr alle zur persönlichen Ehrensache. So zum Beispiel derzeit eine Auseinandersetzung um die Bestellung des Rektors an der Postgraduiertenhochschule Universidad Andina Simón Bolívar (UASB).

Bildungs- und Hochschulpolitik sind Grundpfeiler des politischen Transformationsprojekts der Regierungspartei Alianza Pais, mit dem Ziel, eine sogenannte Wissensgesellschaft zu errichten. Ein durchaus sinnvolle...

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