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EU offen für Obergrenze bei Barzahlung

Finanzminister wollen damit Kriminellen den Geldhahn abdrehen

Brüssel. Die EU-Finanzminister wollen die Möglichkeit abgestimmter Bargeldobergrenzen in Europa eingehend prüfen lassen. Sie forderten die EU-Kommission bei ihrem Treffen am Freitag in Brüssel auf zu untersuchen, ob solche Beschränkungen zur Bekämpfung der Terrorfinanzierung angebracht sind. »Wir haben einen Flickenteppich in Europa«, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Derzeit hat bereits eine Reihe von EU-Staaten nationale Begrenzungen für Bargeldzahlungen eingeführt. In Frankreich liegt diese etwa bei 1000 Euro, in Italien bei 3000 Euro. Die EU-Minister versprechen sich von derartigen Limits außerdem Vorteile im Kampf gegen Geldwäsche.

Ob auch der 500-Euro-Schein aus den Verkehrt gezogen wird, ist derweil noch unklar. Die Minister würden die Zentralbank bitten, die mögliche Nutzung des größten Euro-Scheins zur Finanzierung von Terrorakten nochmals zu prüfen, sagte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem am Freitag vor dem Ministertreffen Die EZB solle dann Vorschläge unterbreiten.

Der für die Finanzmärkte zuständige EU-Kommissar Jonathan Hill verwies darauf, dass große Banknoten dazu dienen könnten, das Bankensystem zu umgehen, um unerkannt Geschäfte zu tätigen. Diese Scheine seien »natürlich ein Problem, weil sie den Transport von Bargeld leicht machen«. Die Frage müsse aber sorgfältig geprüft werden, dabei müsse die EZB vorangehen. Auch Währungskommissar Pierre Mos-covici verwies auf die Zentralbank. Agenturen/nd Seite 3

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