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Klärung eines Sachverhalts

Potsdamer Stasi-Gedenkstätte Lindenstraße wurde in eine Stiftung überführt

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Faschistisches Erbgesundheitsgericht und später Stasi-Haftanstalt - die Potsdamer Lindenstraße 54 hat eine komplizierte Geschichte.

Mit Möbeln aus der Zeit ist die Situation in einem Verhörzimmer nachgestellt. Betritt ein Besucher der Potsdamer Gedenkstätte Lindenstraße den Raum, so ertönt vom Band die Stimme eines Vernehmers. Sie klingt nach Berliner Schnauze, kumpelhaft, lakonisch. Die Aussagen desjenigen, der »zur Klärung eines Sachverhalts zugeführt wurde«, sind in dem Mittschnitt ausgeblendet. Ob die Person sich denken könne, warum sie hier sei, wird vom Vernehmer gefragt. »Hat sich nicht rumgesprochen?«

Von 1952 bis 1989 war die Lindenstraße 54 Untersuchungshaftanstalt des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit. Wer etwa bei einer Republikflucht erwischt oder der staatsfeindlichen Hetze verdächtigt wurde, konnte in dem mehrstöckigen Gebäude mit angeschlossenen Zellentrakten landen. So wurde Ralf-Günther Krolkiewicz 1984 nach einer Lesung von zu Hause abgeholt und in eine der Zellen gesteckt. Er hatte sich in literarischen Texten ironisch mit dem DDR-Alltag und ...


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