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WHO legt Aktionsplan zur Zika-Bekämpfung vor

Klimawandel könnte dazu führen, dass sich das Virus weltweit ausbreitet

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Das Zika-Virus könnte sich künftig weltweit ausbreiten, warnt die WHO. Grund dafür sei auch der Klimawandel. Ein 50 Millionen Euro teurer Aktionsplan soll Abhilfe schaffen.

Genf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will mit einem internationalen Aktionsplan die rasante Ausbreitung des Zika-Virus bremsen. Erkrankte sollen verbesserte medizinische Betreuung erhalten und die Entwicklung eines Impfstoffes soll schneller vorangebracht werden, teilte die WHO am Mittwoch in Genf mit. Bei der Bekämpfung von Zika dürfe keine Zeit verloren werden. Das Virus könnte sich laut WHO künftig weltweit ausbreiten, da sich der Lebensraum für die Überträgermücken immer weiter vergrößere. Gründe seien der Klimawandel, das rasche Städtewachstum und die Globalisierung.

Die Strategie des Aktionsplans umfasst Hilfen für den Kampf gegen die Überträgermücken sowie eine bessere Aufklärung über Risiken einer Infektion. Die Kosten sollen sich auf rund 50 Millionen Euro belaufen.

Zika ist bereits in etwa 40 Ländern aufgetaucht. Am stärksten ist derzeit Brasilien betroffen. Das südamerikanische Land hat nun nach Angaben der WHO aufgrund der hohen Zahlen aufgehört, Zika-Infektionen zu registrieren. Laut Schätzungen lokaler Behörden haben sich zwischen 500 000 und 1,5 Millionen Menschen infiziert.

Die WHO hatte den Zika-Ausbruch Anfang Februar als internationalen Gesundheitsnotfall eingestuft. Das Virus steht im Verdacht, bei Schwangeren schwere Schädelfehlbildungen der Ungeborenen zu verursachen. Einen wissenschaftlich gesicherten Beweis dafür gibt es bislang nicht. Mit intensiver Forschung soll nun herausgefunden werden, was die bisher unbekannte Verbindung zwischen Zika und Mikrozephalie ist. Üblicherweise verläuft der Großteil der Erkrankungen symptomlos.

Neuesten Erkenntnissen der WHO zufolge sind ungeborene Kinder weniger häufig von Mikrozephalie betroffen, wenn sich ihre Mütter erst nach dem sechsten Monat mit dem Zika-Virus anstecken.

Wie das Portal »Globo« am Mittwoch meldete, ist in Rio de Janeiro womöglich erstmals nach Ausbruch der Zika-Epidemie ein Fötus im Mutterleib an dem Virus gestorben. Das Institut Fiocruz werde die Todesursache nun untersuchen, hieß es. Die 34 Jahre alte Mutter habe eine völlig normal verlaufende Schwangerschaft gehabt, sich dann aber im sechsten Monat mit Zika infiziert. Bei einer Untersuchung am Dienstag sei festgestellt worden, dass der Fötus vor zehn Tagen gestorben sei - die letzte Ultraschalluntersuchung am 25. Dezember habe aber noch keinerlei Auffälligkeiten gezeigt.

Die Generaldirektorin der WHO, Margaret Chan, will vom 22. bis zum 24. Februar in Brasilien Vertreter der Regierung und von Gesundheitsbehörden treffen. Den betroffenen Staaten sollen laut dem Aktionsplan Experten und Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, um die Situation zu verbessern. Das amerikanische Büro der WHO arbeite seit Mai 2015 eng mit den südamerikanischen Ländern zusammen. dpa/nd

Rosa - Dietz-Verlag

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