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FOLGE 109: Anarchie

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Das eingekreiste A ist wohl eines der bekanntesten linken Symbole. Weniger bekannt ist - zumindest in der Mitte der Gesellschaft - wofür es steht: Anarchie. Noch weniger bekannt ist, dass dieses Wort nicht Chaos oder gar Gewalt bedeutet, wie fälschlicherweise meist behauptet wird. Korrekt übersetzt heißt es Herrschaftslosigkeit. Anarchisten streben eine Welt an, in der es keine Hierarchien mehr gibt, in der kein Mensch über einem anderen steht. Insbesondere lehnen sie den Staat mit seinem Gewaltmonopol ab. Wie jedoch stattdessen das Zusammenleben organisiert wird, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten. Es soll eine Gesellschaft freier und gleicher Menschen sein - darauf können sich noch alle einigen. Aber wie sie konkret aussieht, da gehen die Meinungen auseinander. Viele setzen auf Basisdemokratie. Aber wer ist denn konkret betroffen und darf mitentscheiden? Und was ist, wenn sich die Leute nicht einigen können? Sollen die Beschlüsse im Konsens gefasst werden oder gilt im Zweifel das Mehrheitsprinzip? Eines jedoch haben alle Anarchisten gemeinsam: die Hoffnung auf eine bessere Welt, in der die Menschen ohne Herrschaft, Gewalt und Krieg auskommen.

In Deutschland gibt es viele kleinere anarchistische Gruppen. Etwas bekannter sind beispielsweise die anarchosyndikalistische Gewerkschaft Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) und die Monatszeitung »Graswurzelrevolution«. Aber wer weiß schon, dass sich beispielsweise auch der Liedermacher Konstantin Wecker als Anarchist versteht? Vielleicht ist die Utopie gar nicht so abwegig und ein alter Sponti-Spruch hat Recht: Anarchie ist machbar, Herr Nachbar! fwe

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