Alles dreht sich um Amouren

Christoph Hagel inszenierte »Die falsche Gärtnerin« im Bode-Museum

  • Von Lucía Tirado
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Das Gefühlsgewühl beginnt schon in der Kuppelhalle. Im Dunkel rufen sich die Liebenden, während Projektionen von Tina Zimmermann ihre Emotionen als Prolog in Farben übersetzt auf Skulpturen zaubern. Hier trennen sich nach einer ungestümen Auseinandersetzung die Wege von Marchesa Voliante und Belfiore. Alles versinkt im Schwarz.

Christoph Hagel inszenierte Mozarts Oper »Die falsche Gärtnerin« (La finta giardiniera) im Bode-Museum. Der Byzantinische Kunst, Skulpturen und Münzen vereinende Ausstellungsort wird zu einem des Singspiels. Ein mit Kunstrasen belegter grüner Steg schlängelt sich dafür durch die Basilika des Bauwerks (Bühne: Martin Peter). Auf ihm lustwandeln die Herrschaften und ihre Bediensteten in den Kostümen von Katharina Jockwer. Zeitweise zwei Stühle, ein Tisch - viel Requisiten braucht es nicht.

Das Bild von einem Park am Hofe des Podestà von Lagonero kann im Geiste entstehen, wo die dort in den Tag hinein Lebe...

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