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Berlins Basketballer setzen auf ihre Nervenstärke

Nach dem hitzigen Bundesligaduell trifft Alba am Dienstag im Achtelfinale des Eurocups zum vierten Mal in zehn Tagen auf Bayern München

  • Von Martin Pfaffenzeller
  • Lesedauer: 3 Min.
Beim klaren 96:65 der Bayern-Basketballer in der Bundesliga gegen Alba Berlin geraten mehrere Spieler aneinander. Am Dienstag treffen die beiden Rivalen im Eurocup wieder aufeinander. Es geht um viel.

München. Die vielen Diskussionen über das hitzige Bundesligaduell verärgerten Bayern Münchens Geschäftsführer Marko Pesic am Tag vor dem Showdown im Eurocup gegen Alba Berlin. »Solche Sachen, wie sie im Spiel vorgefallen sind, liegen nicht in unserem Interesse. Das schadet dem Basketball«, schimpfte Marko Pesic. Denn: »Keiner spricht darüber, dass wir mit 31 Punkten Alba Berlin besiegt haben, sondern über die Vorfälle. Das ist schade.«

Die Emotionen waren beim 96:65-Sieg der Münchner gegen Berlin hochgekocht. Dem Rückspiel im Achtelfinale des Eurocups an diesem Dienstag verlieh das zusätzliche Brisanz. Schließlich liegen nur zwei Tage zwischen den beiden Begegnungen in München. Und im insgesamt vierten Aufeinandertreffen der beiden großen Rivalen binnen zehn Tagen geht es in dem K.o.-Duell um den Einzug ins Viertelfinale. »Das wird mit Sicherheit ein hitziges Spiel«, prognostizierte der Berliner Defensivspezialist Akeem Vargas.

So wie am Sonntagabend. Die Partie war eigentlich schon gelaufen, aussichtslos lag Alba im Schlussviertel zurück. Dann stoppte der Berliner Vargas den Münchner Paul Zipser unsanft - die zunächst uneinigen Schiedsrichter entschieden auf unsportliches Foul. Wenig später lieferten sich dann Zipser und Berlins Dragan Milosavljevic ein Handgemenge, in dessen Folge der Serbe genauso wie der Münchner Alex Renfroe mit disqualifizierenden Fouls bestraft wurden.

Nach der Partie versuchten beiden Seiten, die Vorfälle herunterzuspielen. »Es gibt eine große Rivalität. Dass es da öfter mal knallt, ist klar«, meinte Vargas. Trotz ihrer Disqualifikationen dürfen Renfroe und Milosavljevic am Dienstag mitwirken. Mögliche Sperren gelten nur in der Bundesliga. Die Ausgangslage für den Eurocup-Showdown ist nach dem 82:82 aus dem Hinspiel in Berlin denkbar einfach: Der Gewinner zieht in die Runde der letzten Acht ein, bei einem erneuten Unentschieden nach 40 Minuten geht es in die Verlängerung. »Wir sind qualitativ besser als Alba und wir spielen zu Hause«, erklärte Marko Pesic. »Unsere bessere Qualität können wir aber nur ausspielen, wenn wir uns nicht provozieren lassen und kühlen Kopf bewahren.«

Ein klarer Favorit ist jedoch nach den drei Partien in der vergangenen Woche nicht auszumachen. Den Berlinern schmeckte aufgrund der großen Rivalität beider Vereine der Sieg im deutschen Pokalfinale mit 67:65 am 21. Februar in der Halle des Erzfeindes besonders süß. Sie hoffen nun auf den zweiten Coup in der bayerischen Landeshauptstadt innerhalb von zehn Tagen.

Nach dem schwachen Auftritt am Sonntag musste Alba Berlins Trainer Sasa Obradovic aber erst einmal schimpfen: »Wir waren heute zu weich, das war inakzeptabel«, sagte der Serbe. Mut schöpfen die Berliner jetzt aus ihrer Nervenstärke, auf die sie sich in dieser Saison schon mehrfach verlassen konnten. »Bei wichtigen Spielen sind wir die ganze Saison schon voll da, das werden wir auch am Dienstag sein«, meinte Akeem Vargas. dpa/nd

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